Wilnsdorf

Evangelische Kirche

Burgstraße • D-57234 Wilnsdorf

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Kirche

Die einschiffige barocke Simultankirche in Wilnsdorf wurde 1789/91 auf den Fundamenten eines mittelalterlichen Baus aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Bis 1852 wurde die Kirche simultan genutzt. 1911/13 wurde an gleicher Stelle eine neue Kirche errichtet.

Orgel

In der alten Kirche baute Johann Wilhelm Schmerbach (Frieda) 1854 die erste Orgel. In der neuen Kirche baute der Orgelbauer Paul Faust aus Barmen ein zweimaliges Instrument mit zwölf Registern und zwei Transmissionen unter Verwendung alten Pfeifenmaterials. Als Besonderheit darf die Verkehrtkoppel P auf I genannt werden. Diese Orgel wurde 1961 von Bruno R. Döring aus Neukirchen umgebaut; dabei wurde auch der Prospekt neugestaltet.

1988 entschloss sich die Gemeinde für einen Orgelneubau durch die Siegener Werkstatt Hans Peter Mebold. Das neue Instrument wurde komplett neu konzipiert, lediglich einige ältere Prospektelemente wurden wiederverwendet.

Wie ihre Vorgängerinstrumente ist auch die Mebold-Orgel über Altar und Kanzel aufgestellt. In und hinter dem Prospekt stehen die Pfeifen des Hauptwerkes, das Pedalwerk liegt darunter. An der Rückwand ist das Schwellwerk positioniert, dessen Jalousien sich nach vorne (vom Kirchenraum aus nicht sichtbar) und zu beiden Seiten öffnen. Der Spieltisch steht an der linken Seite. Die Registerzüge für das Schwellwerk sind in einer senkrechten Reihe links neben Manualen und Notenpult angebracht, entsprechend rechts für Hauptwerk und Pedal. Die drei Koppeltritte liegen über dem Pedal. Trakturen und Schleifladen sind vollmechanisch. Der Prinzipal im Hauptwerk ist von C bis gº mit Gedackt 8’ zusammengeführt. Quinte (HW) und Nasat (SW) sind jeweils Vorabzüge (aus Mixtur bzw. Sesquialter). Durch kurzes Abstoppen bei halb herausgezogenem Register wird deutlich, wann welche Pfeifenreihen erklingen.

Disposition

I. Hauptwerk                     C – g³

II. Schwellwerk               C – g³

Pedal                                        C – f¹

12 Gedackt                                  8’

13 Prp. Diskant                         8’

14 Praestant                               4’

15 Rohrflöte                               4’

16 Octave                                     2’

17 Quinte [Vorabzug]     11/3

1 Holzprinzipal                         8’

2 Gambe                                      8’

3 Schwebung [ab c0]            8’

4 Prinzipal                                   4’

5 Traversflöte                           4’

6 Nasat [Vorabzug]           22/3

19 Subbaß                                 16’

20 Prinzipalbaß                        8’

21 Choralbaß                             4’

22 Posaune                              16’

II / P

I / P

18 Mixtur 4f

II / I

7 Sesquialter 2f

8 Blockflöte                               2’

9 Scharf 4f

10 Trompete                             8’

11 Tremulant

 

© Gabriel Isenberg, 1999 / 2006

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