Orgel: Franz Grafenauer (Egg), 1895.

Nordöstlich von der Bezirkshauptstadt Feldkirchen liegt der Ort St. Urban. Die Pfarrkirche ist ein spätgotischer Bau aus dem ertsen Viertel des 16. Jahrhunderts, der später barockisiert wurde. Chorturm und Chor stammen aus dem 14. Jahrhundert. Restaurierungen fanden 1957 und 1996 statt.
Laut Kircheninventar war bereits 1833 eine Orgel mit fünf Registern vorhanden. Das heutige Instrument wurde 1895 von Franz Grafenauer aus Egg im Gailtal erbaut. Im Rahmen einer größeren Renovierung 1955 versetzte Rudolf Novak (Klagenfurt) die Orgel um rund einen Meter auf der Empore nach hinten; die seit der Pfeifenablieferung im Ersten Weltkrieg fehlenden Prospektpfeifen wurden aus Zink ersetzt.
Der Spieltisch steht frei vor der Orgel mit Blick des Organisten ins Kirchenschiff. Die Registerzüge sind in einer Reihe über dem Manual angelegt; zum Einschalten müssen die Züge eingehakt werden. Die Windladen baute Grafenauer nach seinem eigenen System als mechanische Kegelladen.
MANUAL | C–c³
Gamba 8'
Principal 8'
Flöte 8'
Oktav 4'
S. Oktav 2'
PEDAL | C–cº
Subbass 16'
Oktavbass 8'
Mechanische Kegellade (System Grafenauer).
Quellen und Literatur: Wolfgang Benedikt, Die Orgeln der Bezirke Klagenfurt-Land und Feldkirchen, Phil. Diss., Wien 1985, S. 175–176 ⋄ Eigener Befund.
Nr. 191 | Diese Orgel habe ich am 18.08.2004 im Rahmen meiner Kärnten-Orgeltour gespielt.
© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 25.01.2026.
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