Immenstaad am Bodensee

Kath. Pfarrkirche St. Jodokus

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Meersburger Straße · D-88090 Immenstaad/Bodensee

Kirche

Im Bereich der heutigen St.-Jodokus-Pfarrkirche in Immenstaad am Bodensee gibt es Bauspuren, die aus dem 12. Jahrhundert stammen. Nachrichten über eine Kapelle gibt es seit 1410. Im Jahre 1487 wurde eine Kirche gebaut, von der heute noch der Chor und der Turm erhalten sind. Im alten Teil der Kirche steht ein reich verzierter Schnitzaltar. Die Madonna stammt von 1479. Wertvoll sind auch die 13 der ehemals 15 Rosenkranzgeheimnisse sowie die Apostelgruppe mit Christus in der Chorrunde. Im Neubau nach dem Entwurf des Häfler Architekten Hanns B. Schlichte, der 1982 im Anschluss an die alte Kirche errichtet wurde und sich wie ein Zelt über dem liturgischen Zentrum erhebt, hängt ein Kreuz von 1525. Die 17 Buntglasfenster gestaltete Hermann Geyer aus Ulm.

Orgel

Die Orgel der St.-Jodokus-Kirche wurde im Jahre 1993 von der Überlinger Orgelbaufirma Xaver Mönch Orgelbau GmbH erbaut. Aufgrund einer fehlenden Orgelempore wurde sie an der rechten Seite des Altarraumes aufgestellt, wo sie den gesamten Kirchenraum klanglich optimal ausfüllen kann. Die Orgelweihe, bei der Konrad Philipp Schuba die Orgel spielte, fand am 27. März 1993 statt.

Das Äußere des Instruments ist der lebendigen, hellen Architektur der Kirche angepasst. Der Spieltisch steht etwa zwei Meter vom Instrument selber entfernt. Aus Platzgründen ist die Orgel auf sehr engem Raum gebaut. Hinter den Prospektpfeifen stehen die Pfeifen des Hauptwerks. Das Pedal nimmt die hintere Seite der Orgel ein, das Schwellwerk ist im unteren rechten Gehäuseteil untergebracht (die Schwellerjalousien werden durch das Gitterwerk des Untergehäuses verborgen).

Neben dem Koppelmanual sei als Charakteristikum der Orgel die auf mehrere Einzelregister aufgeteilte Mixturstimme im Schwellwerk hingewiesen. Die Registerschalter liegen links neben den Manualen, zu oberst die des dritten Manuals, darunter zweites Manual und Pedal; darunter sind die beiden Sequenzer an der linken Seite als kleine Schaltknöpfe zu finden (<>). Unter dem Koppelmanual sind die Knöpfe für folgende Funktionen angeordnet: S (Setzknopf) – Setzernummern 1-8; Sequenzer – Setzerebenen A-D; Tutti; Nulltaster. Als Pistons über dem Pedal befinden sich die beiden korrespondierenden Pedalkoppeln links vom Schwelltritt, rechts davon die beiden Sequenzer, Tutti und Nulltaster.

Die Registertraktur ist elektrisch, die Spieltraktur ist ebenso wie Koppeln und Schweller mechanisch gebaut. Die Windladen sind nach dem Schleifladensystem konstruiert.

Disposition

I. Koppelmanual     C – g³

II. Hauptwerk          C – g³

III. Schwellwerk     C – g³

[II und III auf I]

13 Bourdon                   16’

14 Principal                      8’

15 Gedecktflöte               8’

16 Octave                       4’

17 Gemshorn                  4’

18 Quinte                     22/3

19 Superoctave              2’

20 Mixtur IV

21 Trompete                    8’

1 Bourdon                        8’

2 Salicional                      8’

3 Schwebung                  8’

4 Principal                        4’

5 Querflöte                      4’

6 Nasard                      22/3

7 Flageolet                       2’

8 Terz                          13/5

9 Larigot                      11/3

10 Sifflet                          1’

11 Oboe                           8’

12 Tremulant                    4’

 

Pedal                        C – f¹

Spielhilfen

22 Subbaß                     16’

23 Bourdon [Tr HW]       16’

24 Octavbaß [Tr HW]       8’

Elektronische Setzeranlage (4x8) mit Sequenzern, Tutti und Auslöser

- Druckknöpfe: S ·   1 bis 8 · Sequenzer   · A bis D ·

25 Gedeckt                      8’

26 Octave [Tr HW]           4’

27 Fagott                        16’

28 Trompete [Tr HW]        8’

29 II / P

30 III / P

T [programmierbar] · 0

- Pistons: Pedalkoppeln · Sequenzer   · T · 0

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 1997 / 2004

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