Freudenberg

Kath. Kirche St. Marien

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Friedenshortstraße • D-57258 Freudenberg

Kirche

Der Grundstein der ersten katholischen Kirche in Freudenberg im neugotischen Stil wurde 1874 gelegt, anderthalb Jahre später wurde der Bau geweiht. 1914 wurde Freudenberg zur Pfarrei erhoben. Die heutige Kirche ist ein Bau aus den Jahren 1963-65, welcher am 30. Juli 1966 durch Weihbischof Paul Nordhues konsekriert wurde. Neben dem großen Rundbau, in dessen Mitte sich der Altarraum befindet, steht der freistehende, hoch aufragende Glockenturm. Die Kirche wurden 2004/05 renoviert.

Orgel

Die erste Orgel in der neugotischen Marien-Kirche baute Robert Knauf (Beicherode), sie besaß 18 Register auf zwei Manualen und Pedal mit mechanischen Schleifladen. In der Folgezeit wurden durch Ernst Tennstädt (Lippstadt) einige kleinere Veränderungen an der Orgel durchgeführt, u. a. der Ersatz der 1917 im Ersten Weltkrieg abgelieferten Prospektpfeifen. Klagen über den schlechten Zustand der Orgel machten einen Neubau nötig. Das erste neue Werk von Hugo Koch (Köln), das mit 12 Registern projektiert war, wurde 1944 zusammen mit der Orgelbauwerkstatt durch Kriegseinwirkung zerstört. So kam es zu einem Neubau unter weitgehender Verwendung des alten Pfeifenmaterials durch Joseph Göbel (Leichlingen), der die Werkstätte Kochs übernommen hatte; die Orgel hatte nun 15 Register auf zwei Manualen und Pedal bei pneumatischen Kegelladen.

Nach dem Abriss der alten, neugotischen Pfarrkirche beschloss die Gemeinde, in der neuen Kirche ein Orgelwerk der Firma Anton Feith (Paderborn) anzuschaffen, welches 1967 fertiggestellt wurde (Einweihung mit RKM Franz-Josef Breuer), nachdem in den ersten Jahren ein Harmonium vorhanden war. Die Orgel steht auf der Empore an der Rückseite des Kirchen-Rund¬baus, wobei der Spieltisch seitlich vor der Orgel positioniert ist. Die Disposition wurde von Bernhard Ader (Duisburg) und Karl Böhm (Paderborn) entworfen. Um 1990 wurde eine Überholung vorgenommen, bei der das Pedalregister Clarine 4’ hinzugefügt wurde. Es gab bereits mehrere Ansätze, den Spieltisch aufgrund immer wieder auftretender Aussetzer umzugestalten; diese Überlegungen wurden aus finanziellen Gründen aber wieder verworfen.

Die Registerschalter im Spieltisch sind in einer waagerechten Reihe über dem oberen Manual angeordnet (von links nach rechts: HW, Koppeln, SW, Pedal), darüber jeweils die Hebel für die zwei freien Kombinationen. Rechts neben den Manualen sind die Hebel für die freie Pedalkombination und die Zungenabsteller. Die Einschalter für die Handregister bzw. die freien Kombinationen (RI bis RIII) sowie der Tutti-Knopf sind unter dem Manual angebracht wie auch als Pistons rechts neben dem Schwelltritt; links neben dem Schweller befinden sich (von rechts nach links) Walze, „Walze ab“ und Auslöser. Die freie Pedalkombination (PU) wird durch einen Knopf an der linken Backe des unteren Manuals eingeschaltet; dementsprechend ein Knopf an der rechten Seite für den Tremulanten zum zweiten Manual. Die mechanische Anzeige für das Registercrescendo ist über den Registerschaltern positioniert.

Die Trakturen, Koppeln und und der Schweller sind elektrisch. Die Windladen sind als Schleifladen mit Schleifenzugmagneten der Firma Otto Heuss gebaut.

Disposition

I. HAUPTWERK | C–g³

Gedacktpommer 16'

Prinzipal 8'

Spitzflöte 8'

Oktave 4'

Flötgedackt 4'

Quinte 2 2/3'

Waldflöte 2'

Mixtur 5f. 1 1/3'

Trompete 8'

Koppel II-I

II. SCHWELLWERK | C–g³

Holzgedackt 8'

Rohrflöte 8'

Prinzipal 4'

Koppelflöte 4'

Oktave 2'

Terz 1 3/5'

Quinte 1 1/3'

Scharff 4f. 1'

Rohrschalmey 8'

Tremulant II

PEDAL | C–f¹

Subbaß 16'

Prinzipal 8'

Gemshorn 8'

Piffaro 4'+2'

Hintersatz 4f. 2 2/3'

Fagott 16'

Clarine 4'

Koppel I-P

Koppel II-P

Superoktavkoppel II-P


SPIELHILFEN | Zwei freie Kombinationen mit Tutti und Auslöser, Freie Pedalkombination, Crescendowalze mit Absteller und Anzeige, Einzelabsteller (Zungen und Manual 16')

SYSTEM | Schleiflade, elektrische Spiel- und Registertraktur

© Gabriel Isenberg, 1998 / 2004

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