Damme

Hausorgel Steffi und Gabriel Isenberg

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Eichhornring • D-49401 Damme

Orgel

Gabriel Isenberg und Steffi Wintersohle zogen 2007 zur Miete in die Andreas-Schlüter-Straße 20 in Siegen-Weidenau. Sie übernahmen Wohnung und Instrumente von Werner Riedesel, einem Musikliebhaber und Sammler, der im Mai 2002 verstarb.

Werner Riedesel kaufte 1973 das Positiv aus dem Siegener Gemeindehaus Sieghütte an. Dieses Instrument war um 1935 von dem Orgelbauer Emanuel Kemper (Bartenstein) mit fünf Registern und angehängtem Pedal erbaut, und 1958 in dem Siegener Gemeindehaus aufgestellt worden. 1979 wurde das Positiv an Herrn Lorenz Koch (Siegen) verkauft; in den 1990er Jahren kam es in Privatbesitz nach Bayern.

Nach dem Verkauf der alten Orgel begann Werner Riedesel mit Planung und Bau der heutigen Orgel. Im Zuge des Orgelneubaus im Kloster Eremitage bei Wilnsdorf besuchte er Ende 1978 die Orgelbauwerkstatt Woehl in Marburg, wo er für die neue Orgel die Register Spitzprinzipal 4’ und ein Krummhorn 8’ aus altem Bestand aussuchte.

Der Bau der Orgel folgte nach den Plänen Riedesels in den Jahren 1982 bis 1984 in Zusammenarbeit mit dem Orgelbauer Hans Peter Mebold in Siegen. Da das 1978 bei Woehl ausgesuchte Krummhorn 1982 immer noch nicht bei Riedesel eingetroffen war, kaufte er das alte Trichterregal aus der ev. Kirche in Gosenbach (Kleuker 1958) an, das dort durch eine Rohrschalmey ersetzt wurde. Weitere Register (Oktave 2’ und Salicional 8’) stammten aus einer Orgel in Burgholzhausen vor der Höhe, vermittelt über Walter Steinitz (Dietenhausen), der außerdem die Positivwindlade und den Balg anbot. Der Subbaß 16’ kommt aus Radevormwald.

Im Sommer 1984 konnten die Arbeiten an der Orgel abgeschlossen werden. Zwischen 1994 und 1998 wurde die Orgel von Werner Riedesel und Hans Werner Dörr vom Arbeits- ins ehemalige Schlafzimmer umgestellt. (Zwischenzeitliche Überlegungen zum Verkauf an das ev. Gemeindezentrum Kreuztal-Kredenbach wurden wieder fallengelassen.) Mit Hilfe von Michael Kaubrügge und Hans Werner Dörr stellte Gabriel Isenberg die Orgel im Januar 2007 ins Wohnzimmer um.

Mit dem Umzug in den Eichhornring 15a in Damme erwarben Gabriel und Steffi Isenbreg die Orgel im Juni 2009 käuflich und setzten sie in die Dammer Wohnung um.

Der Einbau der beiden gemischten Stimmen Mixtur und Sesquialter ist geplant (die Pfeifen sind bereits vorhanden, aber noch nicht intoniert).

Das Gehäuse ist zu allen Seiten verschlossen. Das Positivwerk steht in der Mitte, das Hauptwerk ist in C- und Cis-Seite links und rechts aufgeteilt. Die Pfeifen des Subbaß stehen an der Orgelrückwand. In die Mitte der Orgelfront ist der Spieltisch eingebaut. Links neben den drei Manualen (das erste als Koppelmanual) sind in zwei senkrechten Reihen die Züge der Manualregister zu finden, auf der rechten Seite für die Pedalregister. Die beiden Pedalkoppeln sind als Hakentritte über der Pedalklaviatur angebracht. Gemshorn 8’ im Pedal ist eine Transmission aus dem Hauptwerk. Die Trakturen, Koppeln und Scheifladen sind vollmechanisch.

Disposition

I. KOPPELMANUAL | C–g³

[II und III auf I]

II. HAUPTWERK | C–g³

Gemshorn 8'

Salicional 8' [ab cº]

Prinzipal 4'

Oktave 2'

Mixtur 2-3f. [2/3', vakant]

Regal 8'

III. POSITIV | C–g³

Gedackt 8'

Rohrflöte 4'

Gambe 4'

Blockflöte 2'

Sesquialter 2f. [1 1/3', vakant]

Sifflöte 1' [vakant]

PEDAL | C–f¹

Subaass 17'

Gemshorn 8' [Tr HW]

III-P

II-P


NEBENREGISTER | Tremulant [auf das ganze Werk, vakant]

SYSTEM | Schleiflade, mechanische Spiel- und Registertraktur

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 1998 / 2009

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