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Neuenkleusheim

Kath. Kirche St. Georg

D-57462 Olpe | Neuenkleusheimer Straße 23 | Karte

Kirche

Der Turm der heutigen Kirche St. Georg in Neuenkleusheim bei Olpe stammt noch von ihrem Vorgängerbau aus dem Jahre 1717. Als die alte Kirche zu klein geworden war, wurde sie 1827 durch eine größere im klassizistischen Stil ersetzt. 1840 wurde die Kirche ausgemalt. 1983 fand eine Restaurierung der Kirche statt.

 

Orgel

Im Jahr 1663 wurde von einem unbekannten Orgelbauer eine einmanualige Orgel für die Nonnenempore der Kloster- und Pfarrkirche St. Clemens in Drolshagen erbaut, 1778 wurde sie dort in die neue Klosterkirche umgesetzt. Im Zuge der Aufhebung des Zisterzienserklosters in Drolshagen kam die Orgel 1804 als Schenkung nach Neuenkleusheim.

Die Übertragung übernahm vermutlich Christian Roetzel, wobei er auch ein selbständiges Pedal einbaute. 1828 versetzte Roetzel die Orgel in die neue Kirche. 1869 erfolgte eine Instandsetzung durch Adolph Rieschick (Attendorn), 1930 erfolgten Änderungen durch Ernst Tennstädt (Lippstadt).

Bei den 1968-70 durchgeführten Arbeiten der Orgelbaufirma Gebr. Stockmann aus Werl wurde das Gehäuse wiederhergestellt, das Hauptwerk erhielt eine mutmaßlich ursprüngliche Disposition, ein zweites Manual (Brustwerk) wurde hinzugefügt, um ein größeres Spektrum an Orgelliteratur darstellen zu können, und das Pedalwerk wurde erneuert. Gehäuse und sechs Register aus der Zeit vor 1750 sind erhalten, außerdem die Trompete von 1827. Der damalige Sachverständige Rudolf Reuter spricht von einer Restaurierung des Werkes, nach heutigen Maßstäben muss aber wohl eher von einem Neubau unter Verwendung alter Bestandteile und in Anlehnung an die alte Disposition gesprochen werden.

2013 erfolgte eine Komplettüberarbeitung und Nachintonation durch Orgelbau Mebold (Siegen).

Auf beiden Seiten des in die Front eingebauten Spieltisches sind die Registerzüge untereinander angeordnet: links für das Hauptwerk, rechts für Positiv und Pedal. Die Koppeln befinden sich als Hakentritte rechts über den Pedalen. Durch manuelles Öffnen und Schließen der beiden Türen vor dem Positiv, das direkt über dem Notenpult liegt, kann die Lautstärke variiert werden.

Disposition

I. HAUPTWERK | C–f³

1 Gedackt 8'

2 Prinzipal 4'

3 Flöte 4'

4 Quinte 2 2/3'

5 Octav 2'

6 Mixtur 3-4f. 1 1/3'

7 Trompete 8'

Man. Kop. II-I

II. POSITIV | C–f³

8 Holzgedackt 8'

9 Rohrflöte 4'

10 Principal 2'

11 Quinte 1 1/3'

12 Octav 1'

PEDAL | C–d¹

13 Subbass 16'

14 Gedacktbass 8'

15 Prinzipal 4'

Ped. Kop. I

Ped. Kop. II


SYSTEM | Schleiflade, mechanische Spiel- und Registertraktur

© Gabriel Isenberg | 1998, 2005, 2017

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