Altendorf

Katholische Kirche Sankt Mariä Himmelfahrt

Helenenstraße • D-45143 Essen

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Kirche

Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Essen-Altendorf ist mit St. Anna einer der beiden Kirchbauten des 19. Jahrhunderts für das sog. Dreibauernschaftsquartier Altendorf, Frohnhausen und Holsterhausen. Zwischen 1872 und 1873 wurde in Altendorf zunächst eine große Notkirche errichtet. Zugleich wurde die Kirchengemeinde zum Pfarrektorat erhoben, 17 Jahre später zur unabhängigen Pfarrei.

Die große neuromanische Kirche nach den Plänen des Kölner Diözesanbaumeisters Fritz Schmitz wurde 1892 benediziert und 1897 konsekriert. Der Bau war seinerzeit keineswegs unumstritten. Man forderte sowohl eine Alternative im neugotischen als dem eigentlichen „deutschen“ Stil, andererseits ein Verkleinern der gewaltigen Baumasse und vom Ersparten die Errichtung einer weiteren Seelsorgestelle. Das große Gotteshaus – im Volksmund auch „Altendorfer Dom“ – fasste über 3000 Personen.

Der 1943 teilzerstörte und 1952 wiederaufgebaute „Altendorfer Dom“ ist in Ziegelmauerwerk ausgeführt und zeichnet sich im Inneren aus durch große Weite der beiden quadratischen Langhausjoche in Verbindung mit dem hohen Achteck-Tambour über die Vierung und den beiden Seitenschiffen.

Orgel

Vor ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg besaß die Kirche ein zweimanualiges Orgelwerk der Werkstatt Breil aus Dorsten. Die heutige Orgel ist ein Werk der Firma Johannes Klais (Bonn) aus dem Jahr 1966. Sie wurde am 1. Advent des Jahres als Firmen-Opus 1333 eingeweiht. Das Instrument steht im Hintergrund des Altarraumes und ist seit der Kirchenrenovierung 1992 unterhalb des Prospektfeldes durch eine Stellwand vom Altarraum abgeschirmt. Hinter der Orgel ist seit 1992 eine kleine Kapelle abgetrennt, in der man die Orgel durch einige Schlitze in der Gehäuserückwand hören kann.

In den jeweils zwei äußeren Pfeifenfeldern des eckigen Prospektes stehen die Pedalpfeifen, die drei inneren Felder sind in Hauptwerk (oben) und Positiv (unten) aufgeteilt. Die 1907 Pfeifen umfassende Orgel wurde von Josef Luthen intoniert, die Disposition entwarf Hans Gerd Klais.

Die Registerschalter im frontal angebauten Spieltisch sind in einer Reihe über dem 2. Manual angeordnet (dazu jeweils zwei Vorprogrammierungshebel sowie pro Kombinationsreihe die Koppel „HR an“). Links neben den Manualen liegen die vier Hebelchen für die Einzelabsteller; unter den Manualen sind die Druckknöpfe für die Spielhilfen. Die Orgel hat gemischte Trakturen und Schleifladen.

Disposition

I. Hauptwerk           C – g³

II. Positiv                 C – g³

Pedal                        C – f¹

9 Pommer                       16’

10 Principal                      8’

11 Rohrflöte                     8’

12 Octav                          4’

13 Blockflöte                    4’

14 Nasard                    22/3

15 Superoctav                 2’

16 Mixtur 5f

17 Trompete                     8’

18 Clairon                         4’

21 II-I

22 Holzgedackt               8’

23 Quintade                     8’

24 Principal                      4’

25 Spillpfeife                   4’

26 Gemshorn                  2’

27 Larigot                    11/3

28 Sesquialter 2-3f

29 Scharff 4f

30 Vox humana               8’

31 Tremulant

1 Principal                      16’

2 Subbass                     16’

3 Octav                            8’

4 Koppelflöte                   8’

5 Choralflöte                    4’

6 Nachthorn                     2’

7 Rauschwerk 4f

8 Fagott                         16’

19 I-P

20 II-P

 

 

Spielhilfen

Zwei freie Kombinationen und Tutti (HR, FC 1, FC 2, [Auslöser], T)

Einzelabsteller (8, 17, 18, 30)

Bildergalerie

Literatur

Gustav K. Ommer, Neue Orgeln im Ruhrgebiet, Duisburg 1984, S. 138

© Gabriel Isenberg, 1999 / 2005

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