Stranig

Katholische Filialkirche Sankt Johannes Baptista

Stranig • A-9633 Reisach

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Kirche

Die heutige Filialkirche, ehemalige Pfarrkirche von Stranig im Oberen Gailtal wurde erstmals zwischen 1040 und 1050 urkundlich erwähnt. Der Kern des Bauwerks ist romanisch, 1562 wurde die Kirche erweitert. Das ursprünglich romanische Schiff wurde spätgotisch erhöht und verlängert.

Orgel

Die Straniger Orgel wurde 1762 von dem Villacher Orgelbauer Elias Protzer gebaut. Über die weitere Geschichte ist nichts Genaues bekannt. Mehrere Inschriften im Gehäuse geben zu verschiedenen Annahmen Anlass. Eventuell baute der aus Egg stammende Orgelbauer Josef Grafenauer im Jahr 1847 an dem Instrument. 1917 mussten die Prospektpfeifen zu Kriegszwecken abgeliefert werden. Um 1990 wurde die Orgel restauriert und elektrifiziert. Schon vorher allerdings wurden die im Krieg abgegebenen Prospektpfeifen ersetzt.

Der mit 25 Pfeifen besetzte Prospekt kann mit zwei unverzierten Flügeltüren verschlossen werden. Der Anstrich des Gehäuses war ursprünglich offenbar blaugrün marmoriert (wie an den Füllungsrändern heute noch zu erkennen ist), heute dunkelbraun gekämmt. Vor die Prospektpfeifen ist das Notenpult gehängt. Die Schleierbretter sind geschnitzt und unbemalt (vermutlich neueren Datums). Die Registerschaltung erfolgt über aufrecht stehende Eisenhebel links und rechts neben dem Manual, die zum Einschalten der Register nach außen geschoben werden müssen. Die große Oktave ist als kurze Oktave gebaut. Zwei Lederriemen zum Bedienen der beiden Keilbälge im Untergehäuse sind an der linken Seite der Orgel angebracht, die Windversorgung ist heute aber auch elektrifiziert.

Wenngleich ein großer Teil der historischen Substanz nicht mehr original erhalten ist (u. a. Großteil des Pfeifenwerks neu, sowie Klaviatur etc.), besitzt die Straniger Kirche heute durch die gewissenhafte Restaurierung in den letzten Jahren ein schönes, wohlklingendes Instrument.

Disposition

Manual

                              C/E – c³

Flöte                                 4’

Gedack                            8’

Qinte [sic]                    11/3

Oktav                               2’

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2000 / 2008

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