Dellach (bei Sankt Daniel)

Katholische Filialkirche Sankt Nikolaus

Dellach • A-9635 Dellach im Gailtal

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Kirche

Die Nikolauskirche in Dellach im Gailtal (Kärnten) ist ein einfacher, mittelgroßer Bau aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, im Kern des Mauerwerks aber wohl älter (bereits 1485 ist urkundlich eine Altarweihe bezeugt). Das Langhaus ist einschiffig, die Westempore gemauert. Die Einrichtung der Kirche ist weitgehend barock (18. Jahrhundert), der Hochaltar wurde 1877 aus Kornat nach Dellach übertragen.

Orgel

Im Jahre 1830 kaufte die Gemeinde in Dellach eine Orgel aus Rosegg an, 1770 von dem Grazer Orgelbauer Carl Schehl gebaut. 1863 wurde sie nach Rattendorf verkauft, wo sie bis heute existiert (→ Nr. 94). Die heutige Orgel ist das erste Werk von Alois Fuetsch aus Lienz und wurde 1891 erbaut. Auf dem im Spieltischdeckel eingelassenen Firmenschild ist zu lesen: „Alois Fuetsch, Kunsttischler und Orgelbauer bei Lienz, Tirol. I. WERK.“

Das Opus 1 des jungen Orgelbauers Alois Fuetsch (1860-1935) aus Lienz ist noch nach dem System der mechanischen Schleifladen gebaut, die er in seinen späteren Werken durch eigene pneumatische Entwicklungen ersetzte.

Anfang der 1980er Jahre restaurierte die Orgelbaufirma Walter Ottitsch aus Ludmannsdorf das Instrument, das nunmehr wieder im vollen äußerlichen und klanglichen Glanz erstrahlt, wenngleich die Windversorgung für volle Tuttiakkorde nicht ganz ausreichend ist.

Hinter den drei mittleren Prospektfeldern, die mit Zinkpfeifen bestückt sind (Principal 8’), befindet sich das Pfeifenwerk des Manuals. Die beiden äußeren Pfeifenfelder sind mit Blindpfeifen aus Holz besetzt, die silbern angestrichen und rund geschnitten sind. Hinter ihnen befinden sich die nach außen sprechenden Pfeifen der Pedalregister Subbass und Violoncello.

Der Spieltisch ist vor die Orgel gesetzt, so dass der Spieler in Richtung Altar blickt. Über der Manualklaviatur sind die Registerzüge in einer Reihe nebeneinander angelegt, ganz links die beiden Züge für die Pedalregister. Die Flöte 8’ ist in der untersten Oktave mit Gedeckt 8’ zusammengeführt. Im Pedal sind die Töne C-H mit eigenen Pfeifen besetzt. Ab cº und c¹ wird jeweils zu der Pfeife C repetiert (nicht für die Koppel!).

Disposition

Manual

                                  C – f³

Pedal                   C – H – f¹

Geigenprincipal                8’

Flöte                                 8’

Gedeckt                           8’

Flauto travers                  4’

Principal                           8’

Octav                               4’

Mixtur 2.3f.

Subbass                        16’

Violoncello                       8’

[feste Koppel zum Man.]

Bildergalerie

Literatur

Bernhard Trebuch, Check-List der Orgeln des Bezirkes Hermagor (Kärnten), Wien 1987, S. 1

© Gabriel Isenberg, 2000 / 2001

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