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Tröpolach

Katholische Pfarrkirche Sankt Georg

Tröpolach • A-9631 Jenig

Kirche

Die Tröpolacher Kirche wurde 1228 zum ersten Mal als Filialkirche von Hermagor erwähnt und am 13. Mai 1342 zur selbständigen Pfarre erhoben. 1953 wurde der westliche Zubau ausgeführt. Da die Kirche in der Nacht zum 6. Mai 1976 durch ein Erdbeben schwer beschädigt worden war, fanden im Anschluss Außen- und Innenrenovierungen statt. 2003 wurde das Kirchenschiff neu eingedeckt und 2005/06 folgten erneute Renovierungsarbeiten.

Orgel

Vom Kirchenraum aus kaum zu sehen ist die Orgel der Pfarrkirche Tröpolach. Sie stammt aus der Werkstatt des Orgelbauers Alois Hörbiger (Celje) und wurde 1843 erbaut. Im Laufe des 20. Jahrhunderts muss ein größerer Umbau des Instruments vorgenommen worden sein, bei dem Spieltisch und Pedalwerk komplett neu erbaut wurden. Ursprünglich wird die Tröpolacher Orgel in einem geschlossenen Gehäuse untergebracht gewesen sein, das die heutigen 5 Manualregister beherbergte; die Spielanlage befand sich vermutlich an der gleichen Seite (links) wie heute auch.

Bei dem Umbau wurde ein neuer, verschließbarer Spieltisch mit Pedal an der linken Seite an das alte Gehäuse angebaut. Zwischen das jetzt von hinten offene alte Gehäuse und die Rückwand der Empore wurden ein geräumiger Stimmgang und die neue Pedalwindlade gesetzt. Seitlich ist dieser Anbau mit einfachen Holzlatten verkleidet. Unter dem Stimmgang ist die Pedaltraktur verlegt. Hinter den Pedalpfeifen führen Seilverbindung und Windkanal zu der auf dem Dachboden untergebrachten Balganlage (nicht elektrifiziert).

Die ursprüngliche Marmorierung des Orgelgehäuses ist erhalten. Der äußere Eindruck der Orgel ist positiv und lässt auf ein intaktes Inneres schließen. Da aber die Balganlage defekt ist und die Traktur vielfach nicht auf den Tastendruck reagiert, sind der Orgel nur viele Quietschtöne und wenige angenehme Klänge zu entlocken.

Der neue, unlackierte Spieltisch ist seitlich an das Gehäuse angebaut. Über dem Manual sind die schwarzen, einfach gehaltenen Registerzüge von links nach rechts angeordnet. Die Register-Beschriftung ist nur mit Bleistift in die unter den Zügen verlaufende Holzleiste eingedrückt. Die Orgel hat mechanische Schleifladen.

Disposition

Manual                    C – c³

Pedal                       C – cº

Flöte                                 8’

Gamba                             8’

Oktav                               2’

Mixtur                           11/3

Prinzipal                           4’

[ständiger Subbass        8’]

[angehängt]

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2000

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