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Essen

Katholische Kirche Sankt Michael am Wasserturm

Michaelstraße • D-45138 Essen

Kirche

Die katholische Kirchengemeinde St. Michael im Essener Zentrum wurde im Jahre 1905 gegründet. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1954 und wurde nach den Plänen des Architekten Heinrich Böll gebaut.

Orgel

Im Jahr 1990 wurde die neue große Orgel in St. Michael am Wasserturm in Essen eingeweiht. Sie ist ein Werk von der Belgischen Orgelbaufirma Patrick Collon aus Brüssel. Die Disposition entwarfen Patrick Collon und der amtierende Organist Reinhold Ix. Das neue Instrument ist dem französisch-barocken Stil verpflichtet, trägt allerdings deutlich die Handschrift ihres Erbauers.

Grand-Orgue und Positif stehen im vorderen Gehäuse, das durch zwei große Flügeltüren verschlossen werden kann. Im Hinterbau sind Pedal- und Schwellwerk untergebracht. Die Horizontaltrompete im Prospekt – leider die einzige Zungenstimme im Hauptwerk – konnte aus Gewichtsgründen nicht bis in die tiefe Lage als 8’ gebaut werden. Die Spielanlage ist in die Gehäusefront integriert. Links und rechts neben den Manualen sind die Messingzüge für die Register untergebracht, die Zuordnung zu den Werken ist nicht angegeben (jeweils außen die Register des Récit, darüber die des Pedals, daneben die Register für das Positif, innen für Grand-Orgue). Außerdem ist keiner der Registerzüge mit der Fußtonzahl beschriftet, was v. a. bei den vielen „Flutes“ zu Verwirrungen führen kann.

Die Pedal- und Manualkoppeln sind links über dem Pedal als Hakentritte angelegt. Rechts daneben ist der Schwellertritt untergebracht, der allerdings bei geschlossenem Schwellwerk das Spiel auf den angrenzenden Pedalobertasten erschwert. Ein Tremulant ist als Zug an der linken Seite, einer als Hakentritt rechts über den Pedalen angelegt (die Tremulanten sind zwar laut, aber unwirksam, daher ist eine Zuordnung zu den Manualen durch Hören nicht möglich). Ein weiterer Zug – „Vent“ – ermöglicht die Umschaltung zwischen Keil- und Magazinbalg. Die Trakturen sind mechanisch, die Windladen sind als Schleifladen gebaut.

Disposition

I. Positif                   C – g³

II. Grand Orgue       C – g³

III. Récit                    C – g³

Bourdon                         [8’]

Prestant                         [4’]

Nasard                       [22/3’]

Doublette                       [2’]

Tierce                        [13/5’]

Larigot                       [11/3’]

Cymbale [III]

Trompette                      [8’]

Clairon[1]

Bourdon                       [16’]

Montre                           [8’]

Bourdon                         [8’]

Prestant                         [4’]

Flute                               [4’]

Doublette                       [2’]

Sesquialtera [II]

Cymbale [III]

Fourniture [IV]

Cornet [V ab cis¹]

Chamade[2]

Flute                               [8’]

Gambe                           [8’]

Voix celeste                  [8’]

Flute                               [4’]

Octavin                          [2’]

Voix humaine                 [8’]

Trompette [Vacant]

Hautbois                        [8’]

 

Pédale                      C – f¹

Koppeln

Spielhilfen

Soubasse                    [16’]

Flute                               [8’]

Flute                               [4’]

Bombarde                    [16’]

Tirasses:

Grand Orgue / Positif / Recit

Accouplements:

POS.-G.O. / RE.-G.O. / REC.-POS.

Tremblant [II+I]

Tremblant [III]

Vent[3]



[1]    C-h¹ 4’ – c²-g³ 8’ – pro Taste eigene Pfeife (d. h. keine Auszüge).

[2]    C-c¹ 4’ – cis¹-g³ 8’ – pro Taste eigene Pfeife (d. h. keine Auszüge).

[3]    Umschaltung Keilbalg / Magazinbalg.

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2000

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