Eckmannshausen

Katholische Kirche Sankt Josef

Unglinghausener Straße • D-57250 Netphen

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Kirche

Die ersten katholischen Gottesdienste in Eckmannshausen fanden in der 1858-1861 erbauten Kapellenschule statt. Als 1922 der Kapellenverein gegründet wurde, bekam das Gebäude den Anbau eines kleinen Querschiffs, so dass nun 120 Kirchenbesucher Platz fanden. Im Jahre 1957 wurde die Kapellenschule grundlegend zu einer neuen Kirche umgebaut (ein neuer Turm wurde errichtet und der Kirchenraum beträchtlich vergrößert). 1993-1995 fand eine Renovierung des Innenraumes statt, bei der u. a. eine weiße Holzdecke eingezogen wurde. Eckmannshausen gehört zur Pfarrgemeinde St. Martinus in Netphen.

Orgel

Bis 1960 war in Eckmannshausen nur ein Harmonium zur Gemeindebegleitung in Gebrauch. 1960 wurde dann eine gebrauchte Orgel für 11500 DM angekauft, die die Erbauerfirma Gebr. Stockmann in Eckmannshausen aufstellte. Die Herkunft des Instruments ist nicht bekannt. Der Einbau verlief auf Veranlassung eines aus Eckmannshausen stammenden Mitarbeiters der Firma Stockmann. Die Weihe fand am 4. August 1960 durch Vikar Schrick statt.

Ein Großteil der Pfeifen wurde neu gebaut; die Züge für die Koppeln und der Registerzug „Liebl. Gedeckt 8’“ sind original, alle übrigen stammen von 1960 (inwieweit dies eine Aussage über die Zusammensetzung des Pfeifenbestandes zulässt, sei dahingestellt). Die Manualklaviaturen sind original, das Pedal ist neu. Es wurden nachträglich keine Veränderungen an der Orgel vorgenommen. Planungen für einen Neubau wurden zunächst auf Eis gelegt.

Die Orgel steht relativ weit hinten auf der Empore. Die Pfeifen aller Klaviaturen stehen in chromatischer Aufstellung (Pedal diatonisch) auf einer Lade hinter dem dreiteiligen Freipfeifenprospekt. Leicht erhöht steht direkt vor der Orgel der Spieltisch, so dass der Organist ins Kirchenschiff blickt.

Die Koppel- und Registerzüge sind in einer Reihe über dem 2. Manual angeordnet (von links nach rechts: Koppeln, 1. Manual, 2. Manual, Pedal). Anhand der Koppelzüge lässt sich die ursprüngliche Farbhinterlegung der Emailleschilder rekonstruieren: 1. Manual weiß, 2. Manual rot, Pedal blau. Die neuen Züge sind den originalen in der Form angepasst, die Schildchen auf den Zügen sind aber weiß. Unter dem 1. Manual sind zwei unbeschriftete, 1960 eingefügte Druckknöpfe für Auslöser und Tutti angebracht.

Die Trakturen sind wie auch die Koppeln und Spielhilfen pneumatisch. Die Windladen sind nach dem System der Kegellade gebaut.

Disposition

I. Manual                  C – f³

II. Manual                  C – f³

Pedal                       C – d¹

Liebl. Gedeckt                  8’

Oktav                               4’

Mixtur 3 fach             [11/3’]

Manualkoppel

Salicional                         8’

Quintade                          4’

Waldflöte                         2’

Quinte                          11/3

Subbaß                          16’

Choralbaß                        4’

Pedalkoppel zu I. M.

Pedalkoppel zu II. M.

 

Spielhilfen

 

 

[Tutti]

[Auslöser für Tutti]

 

 

Bildergalerie

Literatur

Hermann J. Busch, Die Orgeln des Kreises Siegen, Berlin 1974, S. 123

© Gabriel Isenberg, 2001 / 2004

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