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Niederwenigern

Katholische Pfarrkirche Sankt Mauritius

Mauritiusweg • D-45529 Hattingen

Kirche

Der romanische Turm ist der älteste Teil der heutigen Kirche, er stammt aus dem 12. Jahrhundert. Da die alte romanische Kirche zu klein war, musste ein neues Kirchenschiff gebaut werden, dessen Grundstein im Jahre 1858 gelegt wurde. Der renommierte Architekt Friedrich Freiherr von Schmidt (Köln) entwarf den neugotischen Bau, der am 4. Juli 1861 eingeweiht werden konnte. Die für eine Dorfgemeinde außergewöhnliche Größe trug der Mauritiuskirche im Volksmund die Bezeichnung „Dom“ bei.

Orgel

In der romanischen Vorgängerkirche ist bereits um 1750 eine Orgel nachgewiesen. Die erste Orgel in der neuen Kirche baute H. Küper (Linden a. d. Ruhr) im Jahre 1878.

Das Werk von Küper wurde 1913 durch einen Neubau von Eduard Stahlhuth ersetzt, wobei das Gehäuse der alten Orgel erhalten blieb. Zuletzt wurde die Stahlhuth-Orgel 1999/2000 von der Orgelbauwerkstatt Gebr. Stockmann (Werl) restauriert und die Disposition auf den Originalzustand rückgeführt. Die Restaurierungsarbeiten standen unter Sachberatung von Prof. Dr. Winfried Schlepphorst (Osnabrück), die Intonation führte Rainer Ebben durch.

Das Gehäuse ist offen. Hinter dem Zinnpfeifenprospekt stehen die drei Teilwerke auf gleicher Höhe. Der Spieler sitzt mit Blickrichtung ins Kirchenschiff direkt vor der Orgel. Die Registerschalter liegen in einer Reihe über den Manualen (von links nach rechts: Pianopedal, 2. Manual, 1. Manual, Pedal). Zum Einschalten werden die Regis¬terschalter nach unten gedrückt und rasten ein; durch schwarze Plättchen über den Schaltern werden die Register ausgeschaltet (die Schalter rasten aus). Unter den Schaltern befindet sich jeweils ein schwarzer Schieber für die Freie Combination. Direkt über dem zweiten Manual sind die Schalter für die neun festen Kombinationen, für „Freie Combinat.“ und „Register“ sowie der Auslöser-Knopf angebracht. Zwei große schwarze Knöpfe in den linken Klaviaturbacken dienen zur Umschaltung zum Pianopedal. Links neben den Manualen sind die Abstellerschalter, rechts die Manualkoppelschalter für Walze und feste Kombinationen untergebracht (die Pedalkoppeln sind in Walze und Komb. integriert). Zur Fußbetätigung sind ein Hakentritt „Coppel Pedal Octav“, der Kippschwelltritt für das zweite Manual und die Crescendo-Walze vorhanden.

Die Orgel hat pneumatische Trakturen, Koppeln und Spielhilfen. Die Windladen sind als Kegelladen gebaut.

Disposition

I. Manual                             C – g³

II. Manual                           C – g³

Pedal                                        C – f¹

22 II - I

23 II - I Octav                          [4’]

24 Bordun                                 16’

25 Principal                                8’

26 Harmonieflöte                   8’

27 Gedact                                    8’

28 Fugara                                      8’

29 Quintatön                             8’

30 Salicional                               8’

31 Octav                                        4’

32 Gedactflöte                         4’

33 Quinte                               22/3

34 Octav                                        2’

35 Mixtur [3-4f.                      2’]

36 Cornett [3f. ab g0     22/3’]

37 Trompete                              8’

8 Lieblich Gedact               16’

9 Principal                                  8’

10 Traversflöte                        8’

11 Lieblich Gedact               8’

12 Gambe                                   8’

13 Vox coelestis                     8’

14 Aeoline                                  8’

15 Unda maris                       [8’]

16 Geigenoctav                       4’

17 Traversflöte                        4’

18 Piccolo                                   2’

19 Sesquialter [2f.         22/3’]

20 Oboe                                       8’

21 II - Octav                            [4’]

38 Principalbass                    16’

39 Subbass                                16’

40 Lieblich Gedact [Tr]    16’

41 Octavbass                              8’

42 Floete [Tr]                             8’

43 Choralbass                            4’

44 Posaune                              16’

45 Trompete                              8’

46 II - Pedal

47 I - Pedal

 

Pianopedal                           C – f¹

Spielhilfen

1 II - Pedal

2 I - Pedal

3 Subbass                                   16’

4 Lieblich Gedact [Tr]       16’

Freie Combination

Neun Feste Combinationen (1. bis 9.)

Register

[Auslöser]

5 Octavbass                                 8’

6 Floete [Tr]                                8’

7 Choralbass                               4’

[Pianopedal]

Absteller: Cornett - 16’ – Zungen

Nur für Walze und [feste] Combaination:

   II – I     ·   II - I Octav   ·     II Octav

Coppel Pedal Octav [4’]

Walze

© Gabriel Isenberg, 2001

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D

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Z

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