Vogelbach

Simultane Spitalkirche Sankt Philippus und Jakobus

Dorfstraße • D-66892 Bruchmühlbach-Miesau

Kirche

Die im 12. Jahrhundert entstandene Kirche in Vogelbach an der Grenze zwischen Saarland und Rheinland-Pfalz lag ursprünglich zusammen mit einem Spital am Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Angegliedert war sie der Zisterzienserabtei Wörschweiler und unterstand dem Bistum Metz. Im 16. Jahrhundert war das Gotteshaus durch die Reformation zu einer Filiale der protestantischen Pfarrei Lambsborn geworden. Seit 1776 ist es Simultaneum.

Das Gebäude im spätromanischen Stil war in der Spätgotik und im 18. und 19. Jahrhundert mehrfachen Veränderungen unterworfen. Das Kirchenschiff wurde nach der Zerstörung des Langhauses im 17. Jahrhundert barock wiedererrichtet. In den 1990er Jahren fand eine umfangreiche Restaurierung der Vogelbacher Kirche statt.

Orgel

Die Orgel stammt aus der Werkstatt des Orgelbauers Carl Wagner (1798-1885), der sich 1847 in Kaiserslautern selbständig gemacht hatte. Das Vogelbacher Instrument ist somit eines seiner ersten eigenständigen Werke. Im Laufe der Zeit war die Orgel mehreren Veränderungen ausgesetzt, bis sie 1986/87 durch die französische Werkstatt von Jean Georges Koenig aus Sarre-Union sorgfältig restauriert wurde.

Der Klang des kleinen Instrumentes besticht durch seine Wärme und seine weiche Intonation. Auch im Tutti klingt das Werk keineswegs aufdringlich, sondern vornehm zurückhaltend und kann die Kirche mit seinem Klang dennoch füllen. Die Orgel ist auf der rechten Seite der Westempore aufgestellt. Das Pfeifenwerk des Manuals steht in dem an allen Seiten geschlossenen Gehäuse. Dahinter sind die Pfeifen der beiden Pedalregister aufgestellt. Über die Tretvorrichtung an der rechten Gehäuseseite kann auch heute noch die Balganlage auf dem Dachboden betätigt werden, die ansonsten mit einem elektrischen Gebläse verbunden ist. Der Spieltisch ist auf der linken Gehäuseseite eingebaut. Die Registerzüge liegen in einer Reihe über dem Manual, von links nach rechts: Pedalregister, Manualregister, Koppelzug. Der Koppelzug muss im gezogenen Zustand eingehakt werden.

Die Trakturen sind vollmechanisch. Die Windladen sind nach dem Schleifladenprinzip gebaut.

Disposition

Manual                     C – f³

Pedal                         C – g0

Principal                    4. F.

Bourdon                     8. F.

F. dolce                      8. F.

Solicinal                     8. F.

Spitzflöte                   4. F.

Flauto                          4. F.

Octav                            2. F.

Mixtur 3. F.

Subbass                    16. F.

Octavbass                   8. F.

Coppel

© Gabriel Isenberg, 2003

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