Tultschnig

Katholische Pfarrkirche Sankt Johann Baptist

Tultschnigstraße • A-9061 Klagenfurt-Wölfnitz

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Kirche

Etwas erhöht über dem Dorf Tultschnig nordwestlich der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt steht die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist. Erste urkundliche Zeugnisse datieren auf das Jahr 1217 unter dem Patronat von Maria Saal. In eben jenem Jahr wurde die ursprünglich romanische Chorturmkirche erbaut. Der Choranbau stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. 1957 und 1987 wurde die Kirche restauriert.

Orgel

1852 ist der erste Orgelneubau in der Tultschniger Pfarrkirche bekannt. Das Instrument stammt aus der Werkstatt des Orgelbauers Josef Grafenauer aus Egg im Gailtal. Bei einem größeren Umbau Mitte der 1950er Jahre wurden die Register Gedackt und Flöte hinzugefügt, neue Windladen gebaut und das Gehäuse seitlich erweitert. Auch der ursprünglich in die Front eingebaute Spieltisch wurde nun vor die Orgel gesetzt.

Das mittlere Prospektfeld zeigt die ursprünglichen Gehäusemaße an. Der Giebel und der obere Bereich des Prospektfeldes sind wie ursprünglich erhalten, darunter wurden die Gehäuse-Wände nach außen verlegt (die äußeren Prospektfelder haben daher keinen Abschluss nach oben). Ursprünglich waren die Prospektpfeifen des Mittelfeldes in einer geraden Reihe mit den Pfeifenenden hinter dem Schleier angeordnet, jetzt kragen sie leicht rund nach vorne aus, so dass die großen Pfeifen in der Mitte vor dem Schleierbrett stehen. Das Gehäuse ist im Innern durchgehend, die Innenpfeifen sind wie die Prospektpfeifen angeordnet. Im mittleren Untergehäuse sind Notenpult und Pedalfüllung der ehemals vermutlich frontal eingebauten Spielanlage noch zu erkennen. Der heutige Spieltisch steht frei vor der Orgel, der Organist blickt ins Kirchenschiff. Links neben der Orgel verläuft ein Windkanal vom Dachboden, der vermutlich unter der Orgel (im Emporenboden) in das Gehäuse geführt wird. Im Spieltisch sind die Registerzüge links und rechts neben dem Manual angeordnet.

Da die Orgel nur noch selten gespielt wird, lässt ihr Zustand zu wünschen übrig. Aber trotz starker Verstimmung und technischen Mängeln ist die Orgel noch vollständig einsatzfähig.

Die Orgel ist nach dem Schleifladensystem erbaut. Die Trakturen sind vollmechanisch.

Disposition

Manual

                                  C – f³

Pedal                       C – d¹

Prinzipal              8’ (C-H 4’)

Gedackt                           8’

Subbass                          8’

Camba                             8’

Salizional                         8’

Oktav                               4’

Floete                               4’

Mixtur [2fach]                  2’

angehängt (nur cº bis c¹)

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2004

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