Sternberg (Strmec)

Katholische Pfarrkirche Sankt Georg

Sternberger Weg • A-9241 Wernberg

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Kirche

Südlich der Ossiacher Tauern hoch über dem Tal liegt die Pfarrkirche Sternberg. Der Hügel war vermutlich schon in keltischer und römischer Zeit besiedelt. Die Wehrkirchenanlage wurde 1285 urkundlich zum ersten Mal erwähnt. Die ehemals romanische Kirche erhielt im 14. Jahrhundet östlich des Turmes einen gotischen Chor. In der Barockzeit wurden mehrere Seitenkapellen angebaut, der Turm wurde 1820 erneuert. Die Ausstattung der Kirche stammt aus verschiedenen Epochen, zum größten Teil allerdings aus dem Spätbarock. Wegen ihrer schönen Lage ist die Kirche heute als Ausflugsziel oder „Hochzeitskirche“ beliebt.

Orgel

Die erste Orgel in Sternberg wird für das Jahr 1830 genannt. Sie hatte acht Register, der Erbauer ist allerdings nicht bekannt. Auf Grund der Gehäuseformen käme eventuell Anton Müller (Klagenfurt) in Frage. Als Franz Grafenauer (Egg) im Jahr 1900 eine neue Orgel für Sternberg baute, verwendete er zumindest die Gehäuse des Vorgängerinstrumentes wieder. Im Ersten Weltkrieg mussten 1917 die zinnernen Prospektpfeifen abgeliefert werden; sie wurden später wieder ersetzt. Um 1970 wurde eine Instandsetzung von Rudolf Novak (Klagenfurt) durchgeführt, bei der wohl auch Walter Ottitsch mitarbeitete.

Das Hauptgehäuse zeigt ein Pfeifenfeld mit 19 Pfeifen des Prinzipal 8’ im Prospekt. Gitterwerk dient als Schleier über den Pfeifenenden. In der Emporenbrüstung steht ein Rückpositivgehäuse mit 13 stummen Pfeifen mit großen Rollbärten im Prospekt. Der Spieltisch ist in die Rückseite des Rückpositivgehäuses eingebaut. Als Schleier des Rückpositivs ist Schnitzwerk vorhanden. Die Balganlage befindet sich auf einem Gerüst hinter der Orgel. Im Spieltisch sind über dem Manual die gedrechselten Registerzüge angebracht. Die Registernamen sind sowohl mit verzierter Handschrift auf den Zugköpfen selbst als auch in Plastikschilder geprägt über den Zügen angegeben. Die Angaben in der untenstehenden Disposition entsprechen der Schreibweise auf den Zugköpfen.
Die Windladen sind nach Grafenauers eigenem System als Hebellade mit Pappdeckeln (Vorgänger der Glasventillade) gebaut, die Trakturen sind vollmechanisch.

Disposition

Manual                             

                                C – c³

Pedal                       C – cº

Prinzibal                           8’

Octav                               4’

Mixtur Suppr Octav Quint

Kappel                             4’

Flauta                               8’

B. Sabaß                       16’

B. Octavbaß                    8’

[feste Koppel zum Man.]

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2004

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