Neu-Ehrenfeld

Katholische Pfarrkirche Sankt Anna

Christine-Teusch-Platz • D-50823 Köln

Kirche

Von der 1907/08 nach Plänen von Adolf Nöcker errichteten neuromanischen Basilika St. Anna in Köln-Neu-Ehrenfeld war nach den Kriegszerstörungen nur der 56 m hohe Westturm erhalten geblieben und dieser hat sein Vorbild im Turm des Paderborner Domes. Nach den Kriegszerstörungen planten die Architekten Dominikus und Gottfried Böhm hier ihr letztes gemeinsames Werk, das 1956 fertiggestellt wurde. Die Kirche ist als dreischiffige Hallenkirche in Betonkonstruktion gebaut, der durch große Fensterflächen sehr hell und leicht wirkt. Der Altarbereich wurde 1973/75 umgestaltet.

Orgel

Nach dem Bau der Kirche wurde 1912 ein kleines Instrument mit 6 Registern und 2 Transmissionen (II/P) von der Firma Johannes Klais in Bonn angeschafft. Diese Orgel wurde um 1930 in die neu erbaute St.-Barbara-Kirche in Ehrenfeld versetzt und kam 1965 (als Klais in St. Barbara eine neue Orgel baute) nach St. Margareta in Hoven (bei Zülpich), wo sie bis heute, durch Orgelbau Weimbs (Hellenthal) instandgesetzt, steht.

1930 baute die Kölner Firma Ernst Seifert eine neue Multiplexorgel mit 7 Grundreihen und 35 Registern für St. Anna. Diese wurde 1973/75 durch einen Neubau von E. F. Walcker (Ludwigsburg) mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal ersetzt.

Die heutige Orgel wurde 1963 von der Orgelbauwerkstatt Detlef Kleuker (Brackwede) für die ev. Johanniskirche in Halle (Westfalen) erbaut. Dort wurde sie durch einen Neubau der Firma Heintz (Schiltach) ersetzt und gelangte so 1989 nach St. Anna Ehrenfeld, wo sie von Siegfried Sauer (Höxter) mit einigen Veränderungen aufgestellt wurde.

Das Gehäuse (Entwurf: Detelf Kleuker und Hans Leupold) zeigt an der rechten Seite das große Pedalpfeifenfeld mit Kupferpfeifen. Über der in die Gehäusefront eingebauten Spielanlage befindet sich das Hauptwerk. Darüber ist das Schwellwerk mit Sekuritglas-Jalousien gesetzt. Die Pedalklaviatur ist in Radialform gebaut. Die Schleifladen werden über mechanische Spiel- und elektrische Registertrakturen bedient.

Disposition

I. Hauptwerk                     C – g³

II. Oberwerk (SW)         C – g³

Pedal                                        C – f¹

11 Pommer                              16’

12 Prinzipal                                 8’

13 Rohrflöte                               8’

14 Oktave                                     4’

15 Gemshorn                             4’

16 Sesquialtera      22/3’ 13/5

17 Flachflöte                              2’

18 Mixtur 6f.                        11/3

19 Trompete                              8’

20 Tremulant

21 II-I

22 Gedackt                                 8’

23 Harfpfeife                             8’

24 Prinzipal                                4’

25 Rohrflöte                              4’

26 Nasat                                 22/3

27 Prinzipal                                2’

28 Aliquot 3f.[1]                             

29 Sifflöte                             11/3

30 Scharfmixt. 6f.                  1’

31 Dulzian                                16’

32 Schalmey                              8’

33 Tremulant

1 Prinzipal                                 16’

2 Subbaß                                    16’

3 Oktave                                        8’

4 Pommer                                    8’

5 Choralbaß                                4’

6 Nachthorn                               2’

7 Mixtur 5f.                           22/3

8 Posaune                                 16’

9 I-Ped.

10 II-Ped.

 

Spielhilfen

Vier freie Kombinationen, Freie Pedalkombination

Tutti

Zungenabsteller



[1]    13/5’, 11/7’, 8/9’.

© Gabriel Isenberg, 2004 / 2006

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