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Altenessen

Ev. Alte Kirche

Karl-Denkhaus-Straße • D-45329 Essen

Kirche

Nach einer Vorgängerkirche von 1862 und einer 1873 errichteten Notkirche wurde am 21. August 1887 der Grundstein zur heutigen evangelischen Kirche am Karlsplatz in Altenessen gelegt. Die Pläne dazu stammten aus der Feder der Essener Architekten Nordmann und Flügge.

Der neugotische Bau wurde 1890 fertiggestellt; am 5. Oktober 1890 wurde der erste Gottesdienst hier gefeiert. Glücklicherweise wurde die Kirche im Zweiten Weltkrieg nur wenig beschädigt. 1964 wurde der Kirchenraum erneuert und 1985-89 aufwändig restauriert; 2000-04 fand die Außensanierung statt. In den Jahren 1955 bis 2004 gab es die Trinitatiskirche als zweites Gotteshaus, woher für die Kirche am Karlsplatz der Name „Alte Kirche“ stammt.

 

Orgel

Die Orgel der Alten Kirche wurde zusammen mit dem Kirchbau im Jahr 1890 fertiggestellt. Sie stammt von der renommierten Orgelbaufirma Wilhelm Sauer aus Frankfurt an der Oder und wurde mit mechanischen Kegelladen gebaut.

Im Ersten Weltkrieg mussten Pfeifen zu Kriegszwecken abgeliefert werden.

Der Orgelbauer Paul Faust baute die Orgel 1949 um und elektrifizierte die Traktur. 1989 konnte die Orgel von Orgelbau Kreienbrink (Osnabrück) restauriert und teilweise auf den Originalzustand zurückgeführt werden. Die elektrische Traktur und der freistehende Spieltisch wurden aus Kostengründen beibehalten. Ein Großteil des Pfeifenwerks ist original von Sauer erhalten. Bei den Restaurierungsarbeiten wurden einige Register anhand Sauerscher Mensuren rekonstruiert.

Die Aufstellung der Werke auf mehreren Ebenen im Gehäuse entspricht nicht dem Prospektaufbau. Auf dem auskragenden Teil der Empore steht der von Paul Faust gebaute Spieltisch. Die Registerwippen sind über dem zweiten Manual in einer Reihe angelegt, in der Mitte getrennt durch die Crescendo-Uhr. Über den Registerwippen befinden sich die Hebelchen für die freie Kombination. Die Spielhilfen sind teilweise als Druckknöpfe, teilweise als Fußschalter vorhanden. Die Handregister-Koppeln werden über Fußschalter bedient.

Der Klang der Orgel ist herb-grundtönig und im Wesentlichen ausgewogen. Das nicht ganz homogene Klangbild ergibt sich durch die Änderungen von 1949.

Disposition

I. Hauptwerk           C – g³

II. Nebenwerk        C – g³

Pedal                        C – f¹

9 Bordun                        16’

10 Prinzipal                      8’

11 Viola di Gamba            8’

12 Gedackt                      8’

13 Oktave                        4’

14 Rohrflöte                     4’

15 Oktave                        2’

16 Sesquialter 2-fach

17 Mixtur 4f.                 22/3

18 Trompete                     8’

Man. II/I

28 Oberoktav II-I

Tremolo

19 Salicional                    8’

20 Rohrflöte                    8’

21 Voix Céleste               8’

22 Praestant                    4’

23 Traversflöte               4’

24 Nasat                      22/3

25 Schwiegel                  2’

26 Oboe                          8’

1 Contrabass                 16’

2 Subbass                     16’

3 Zartbass [WA]            16’

4 Oktavbass                    8’

5 Bassflöte                      8’

6 Choralbass                   4’

7 Rauschpfeife 2f.  22/3’+2’

8 Posaune                     16’

II/Pedal

I/Pedal

 

Spielhilfen und Nebenregister

Freie Combination

Crescendo-Walze mit Absteller und Uhr

27 HR ab

Piano-Pedal (frei einstellbar)

Tutti

Rohrwerke ab

Voltmeter

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg | 2008/09

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