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Bendigo

Sacred Heart Cathedral

Cnr. Wattle and High Streets • AUS-3550 Bendigo VIC

Kirche

Die Sacred Heart Cathedral von Bendigo (Victoria, Australien) ist Bischofssitz der Diözese Sandhurst und eine der größten Kirchen Australiens. Außerdem gilt sie als letzte in der Welt gebaute Kathedrale im gothischen Stil. Ihr Bau wurde durch den Nachlass des Paderborner Paters Henry Backhaus (1811-1882) ermöglicht, der als erster katholischer Priester nach Bendigo kam.

Die Sandstein-Kathdrale wurde 1897-1901 nach Plänen des Architekten William Tappin (Melbourne) in einem ersten Bauabschnitt errichtet; zunächst stand nur das Kirchenschiff. Erst nach einer zweiten Bauphase 1955 bis 1977 war die Kathedrale endgültig in ihrer heutigen Form fertiggestellt.

 

Orgel

Die Rückseite der Kathedrale wird bestimmt durch das große Westfenster von Hardman (Birmingham). Zu beiden Seiten der Empore ist die Orgel positioniert, die ein Werk der Londoner Orgelbauwerkstatt Bishop & Sohn aus den Jahren 1904/05 ist.

Am 16. Januar 1904 wurde der Vertrag zum Orgelbau abgeschlossen. Am 7. Dezember 1905 wurde die Orgel in Dienst gestellt, während erst am 6. Mai 1906 das Eröffnungskonzert mit Ernest Wood stattfand. In dieser ursprünglichen Gestalt hatte die Orgel 39 Register und 3 Extensions auf vier Manualen und Pedal bei röhrenpneumatischen Trakturen.

1951 baute die Firma Hill, Norman & Beard (Clifton Hill/Melbourne) die Orgel um. Dabei wurde das Werk auf drei Manuale reduziert. Die gleiche Firma führte 1963 eine Umintonation und 1973 eine weitere Überholung durch.

Nach der endgültigen Fertigstellung der Kathedrale erweiterte die Australian Pipe Organs Pty Ltd (Keysborough) 1986/87 das Instrument auf vier Manuale und 51 klingende Stimmen. Ein neuer Spieltisch wurde gefertigt, dessen Seiten dem ursprünglichen Spieltisch angepasst wurden. Vom ursprünglichen Bishop-Pfeifenwerk sind alle Register außer Viol di Gamba 8’ und Wald Flute 4’ (Choir) sowie Harmonic Flute 8’, Flauto Traverso 4’ und Orchestral Oboe 8’ (Solo) erhalten. Die alte Solo-Windlade wurde 1951 entfernt und musste nun neu erstellt werden.

Im südlichen Gehäuse (linke Seite) stehen Swell Organ, Solo Tuba, Pedal Open Diapason 16’, Violone, Bourdon und Trombone; im Nordgehäuse befinden sich Great und Choir sowie Double Open Diapason 32’ des Pedals. Jede Seite hat eine eigene Windversorgung. Die Orgel ist nach dem Kegelladensystem mit elektropneumatischen Trakturen gebaut.

Der Spieltisch steht frei und mittig auf der Empore. Die Registerzüge befinden sich auf beiden Seiten der Spielanlage. Als Spielhilfen sind 12 freie Generalkombinationen und je 8 freie Werkkombinationen (fürs Solowerk vier) auf mehreren Ebenen (auch abschließbar) vorhanden. Die Knöpfe dazu befinden sich – ebenso wie die Koppeln – unter dem jeweiligen Manual bzw. als Tritte über dem Pedal; zwischen zweitem und drittem Manual sind die Generalkombinations-Knöpfe untergebracht. An der linken Seite der Spielanlage sind die Speicherebenen auszuwählen (Channel Selector).

Der Klang der Orgel ist zeittypisch grundtönig, rund und kräftig und für den riesigen Kirchenraum keinesfalls zu groß.

Disposition

I. Choir                     C – c4

II. Great                    C – c4

III. Swell                   C – c4

Gedeckt                            8

Dulciana                            8

Gemshorn                         4

Nazard                          22/3

Harmonic Piccolo              2

Tierce                           13/5

Nineteenth                    11/3

Twentysecond                 1

Clarinet                             8

Tuba                                 8

Tremulant

Solo to Choir

Swell to Choir

Contra Gamba                16

Open Diapason No. 1       8

Open Diapason No. 2       8

Clarabella                         8

Doppel Flute                     8

Principal                           4

Harmonic Flute                 4

Fifteenth                           2

Mixture IV        15.19.22.26

Double Trumpet              16

Trumpet                            8

Clarion                              4

Solo to Great

Swell to Great

Choir to Great

Bourdon                         16

Violin Diapason                8

Rohrflote                          8

Viola da Gamba                8

Viole celeste T.C.             8

Principal                            4

Flautina                             2

Mixture III-IV     15.19.22.26

Contra Fagotto               16

Cornopean                       8

Oboe                                8

Clarion                              4

Swell Octave

Tremulant

 

IV. Solo                    C – c4

Pedal

                                  C – f¹

Tuba                                 8

Octave Tuba                     4

Great Reads to Solo

 


Spielhilfen

- 12 freie Generalkomb.

- Je 8 freie Werkkomb. für Great, Choir und Swell

- 4 freie Werkkomb. für Solo

Alle Komb. auf mehreren Ebenen; abschließbar

Jalousieschweller für Swell und Choir

Double Open Wood        32

Open Wood                    16

Violone                           16

Gamba                           16

Bourdon                         16

Octave                             8

Principal                           8

Flute                                 8

Fifteenth                           4

Octave Flute                    4

Quartane II                19.22

Contra Trombone           32

Trombone                       16

Trumpet                            8

Bassoon                           4

Solo to Pedal

Swell to Pedal

Great to Pedal

Choir to Pedal

Gt. & Ped. Pistons coupled

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg | 2008/09

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