Schwachhausen

Evangelische Sankt-Remberti-Kirche

Friedhofstraße • D-28213 Bremen

zurück  ·  # 314  ·  weiter

Kirche

Die Geschichte der Bremer St.-Remberti-Gemeinde – benannt nach Erzbischof Rembert (830-888) – lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. 1738 wurde eine neue Kirche gebaut. Die größte Kirche der Remberti-Gemeinde war ein Bau aus dem Jahr 1871; sie wurde 1942 im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut.

Man entschied sich für einen Kirchenneubau im Stadtteil Schwachhausen, zumal man davon ausgehen konnte, dass in der zerstörten Innenstadt in Zukunft weniger Menschen wohnen würden. Der Kirchhenneubau des Jahres 1951 wurde nach den Entwürfen des renommierten Architekten Eberhard Gildemeister (1897-1978) in Anlehnung an frühere Kirchbauten als Saalkirche mit einem Dachreiter errichtet.

Orgel

Die erste Orgel der neuen Remberti-Kirche war eine kleine Schleifladen-Orgel des Orgelbauers Gustav Brönstrup (Hude) aus dem Jahr 1952. 1957 baute Brönstrup die Orgel um. 1967 errichtete die Lübecker Orgelbauwerkstatt Emanuel Kemper & Sohn eine 31-Register-Orgel mit drei Manalen und Pedal bei elektrischen Schleifladen. Kurze Zeit später wurde das Instrument um eine Quinte 102/3’ auf 32 Register erweitert. Ende der 1980er Jahre traten zunehmende Mängel an dem Instrument auf.

Seit 1994 hat die Kirche ihre dritte Orgel, die von der Firma Fischer + Krämer aus Endingen am Kaiserstuhl erbaut wurde. Die Orgel ist als Schleifladenorgel mit mechanischer Traktur gebaut; ihre 33 klingenden Register verteilen sich auf Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk und Pedal. Die Stimmung ist gleichschwebend bei a' = 440 Hz. Die Grundkonzeption der Orgel in St. Remberti ist aus dem badisch-elsässischen Typ der Barockorgel entwickelt worden. Am 3. Juli 1994 fand die Einweihung mit J. Gehrold an der Orgel statt.

Die Spielanlage ist frontal in das Orgelgehäuse eingebaut. Die Registerzüge für Pedal und HW befinden sich auf der linken Seite neben Manualen und Notenpult, rechts die Züge für SW und Positiv. Die Setzeranlage ist über Handschalter unter dem ersten Manual sowie Fußpistons zu bedienen. Links unter den Registerzügen befindet sich das Programmiertableau für den Setzer.

Disposition

I. Hauptwerk           C – g³

II. Positiv                  C – g³

III. Schwellwerk     C – g³

11 Bourdon                    16’

12 Prestant                      8’

13 Rohrflöte                     8’

14 Octav                          4’

15 Duiflöte                       4’

16 Quinte                     22/3

17 Octav                          2’

35 Bourdon                      8’

36 Flûte                            4’

37 Cornet 3f.               22/3

38 Siflet                           1’

39 Cromorne                    8’

40 Tremulant

41 III-II

22 Hohlflöte                     8’

23 Viola                           8’

24 Voix céleste               8’

25 Principal                      4’

26 Flûte travers               4’

27 Nasard                    22/3

28 Waldflöte                    2’

18 Mixtur 4-5f.             11/3

19 Trompette                   8’

20 II-I

21 III-I

 

29 Tierce                     13/5

30 Fourniture 4f.              2’

31 Basson                     16’

32 Trompette harm.         8’

33 Hautbois                     8’

34 Tremulant

 

Pedal                                

                                  C – f¹

Spielhilfen

1 Subbaß                       16’

2 Octav                            8’

3 Gedeckt                        8’

4 Octave                          4’

5 Hintersatz 4f.            22/3

6 Bombarde                   16’

7 Trompette                     8’

8 I-P

9 II-P

10 III-P

128-fache elektronische Setzerkombination mit Sequenzern, Tutti und Nulltaster

Memocard-Einrichtung

Bildergalerie

Literatur

Die Fischer+Krämer-Orgel in der St. Remberti-Kirche zu Bremen, Bremen 1994

Uwe Pape und Walter Topp, Orgeln und Orgelbauer in Bremen, Berlin ²1998, S. 297-298

© Gabriel Isenberg, 2009

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Y

Z

++