Vestrup

Katholische Pfarrkirche Sankt Vitus

Vestruper Dorfstraße • D-49456 Bakum

Kirche

Das erste Gotteshaus der seit 1208 urkundlich belegten Vestruper Kirchengemeinde glich eher einem schlichten Bauernhaus. Die 1772 nach den Plänen des Münsteraner Architekten Johann Moritz Güding errichtete Saalkirche wurde 1853-56 durch Joseph Alexander Niehaus in historistischen Formen erweitert. Im Inneren sind besonders die 1591 datierte Kanzel und der um 1760 entstandene monumentale Hochaltar sehenswert. 1995-97 wurde die Kirche komplett restauriert.

Orgel

1828 bekam die Vestruper Kirche ihre erste Orgel. Sie war ein gebrauchtes Instrument aus dem Besitz des Orgelbauers A. Fr. Schmid mit sechs Registern. Die heutige Orgel wurde 1875 von Johann Bernhard Kröger aus Goldenstedt erbaut. Die Orgel hat 13 Register auf zwei Manualen und Pedal bei mechanischen Schleifladen. Das zweite Manualwerk hatte die Register Gamba 8’, Hohlflöte und Flauto douce 4’.

1936 versetzte Friedrich Fleiter aus Münster die Orgel auf der Empore etwas zurück. Im Jahr 1971 führte Alfred Führer (Wilhelmshaven) eine Restaurierung des Instruments durch, bei dem die Disposition des zweiten Manuals verändert wurde. Die beiden anderen Werke blieben unverändert. Die Koppelzüge wurden durch drei Koppeltritte ersetzt.

Im Jahr 1999 fand eine erneute Restaurierung in finanzieller Eigenleistung der Gemeinde statt. Die Disposition von 1971 blieb dabei erhalten.

Beide Manualwerke sind auf einer Ebene im Hauptgehäuse untergebracht, die Pedallade steht an der Gehäuserückwand. Die Spielanlage ist frontal eingebaut. Die Registerzüge für das Hauptwerk befinden sich an der linken Seite neben dem Notenpult. Auf der rechten Seite sind entsprechend die Züge für Pedal- und Nebenwerk angeordnet. Die Koppeln werden über Hakentritte links über der Pedalklaviatur bedient.

Die Manualklaviaturen sind zwar bis g³ ausgebaut, die beiden oberen Tasten sind aber jeweils ohne Funktion. Der Orgelklang ist kräftig, aber schön intoniert. Optisch und klanglich passt sich die Orgel gut in den Kirchenraum ein.

Disposition

I. Hauptwerk                      C – f³

II. Nebenwerk                  C – f³

Pedal                                       C – c¹

1 Prinzipal                                    8’

2 Bourdun                                 16’

3 Gedackt                                     8’

4 Oktave                                        4’

5 Quinte                                  22/3

6 Oktave                                        2’

7 Mixtur 3f.

8 Trompete                                 8’

N.W. an H.W.

11 Blockflöte                            4’

12 Gedacktflöte                      8’

13 Prinzipal                                2’

 

 

 

 

14 Tremulant

     [ganzes Werk]

10 Subbaß                                 16’

9 Oktavbaß                                  8’

N.W. an Ped.

H.W. an Ped.

© Gabriel Isenberg, 2009

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