Bremen

Michaelkirche der Christengemeinschaft

Kleine Meinkenstraße • D-28203 Bremen

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Kirche

Die Christengemeinschaft wurde im Jahr 1922 gegründet. Die Michaelkirche am Dobben wurde in ihrer ursprünglichen Form 1937 erworben. Nach mehreren großen Umgestaltungsmaßnahmen in den Jahren 1945, 1956 und 1970, die größtenteils in Eigenleistung der Gemeindemitglieder ausgeführt wurden, präsentiert sich das Kirchengebäude in seiner heutigen Form, die der anthroposophischen Architektur verpflichtet ist.

Orgel

Am Samstag, den 10. April 1937 wurde das neu hergerichtete Haus der Christengemeinschaft zusammen mit einer neuen Orgel (E. F. Walcker op. 2550) eingeweiht. Die zweite Orgel baute Otto Dutkowski (Braunschweig) mit II+P/8, sie war zu Ostern 1963 fertiggestellt.

Die heutige Orgel ist ein Werk aus dem Jahr 1981. Sie wurde von der Orgelbaufirma Adolf Führer (Wilhelmshaven) mit mechanischen Trakturen und Schleiflade erbaut und am 19. Dezember 1982 eingeführt. Harald Vogel begleitete als Berater den Neubau. Dabei entwickelte er ein Konzept, das an die Tradition der altitalienischen „organi di legno“ angelehnt ist, also eine Orgel nur mit Holzpfeifen. Die Disposition wurde auf zwei Manuale verteilt: Principale und Zungen auf dem Obermanual und Flöten auf dem Untermanual. Das Pedal hat keine eigenen Stimmen, der Principal kann aber als Transmission gesondert fürs Pedal eingeschaltet werden. Der Prospekt kann zur dynamischen Abstufung mit zwei hölzernen Flügeltüren verschlossen werden. Das Regal steht im Prospekt vor den Pfeifenfüßen des Principal. Die Manualkoppel ist als Schiebekoppel gebaut. Beim Bau der Holzpfeifen orientierten sich die Orgelbauer an historischen Vorbildern, u. a. in der Silbernen Kapelle in Innsbruck sowie in Langwarden.

Disposition

I. Untermanual        C – f³

II. Obermanual        C – f³

Pedal                       C – d¹

8 Holzgedackt                  8’

9 Blockflöte                      4’

10 Quinte                     22/3

11 Flöte                            2’

1 Principal                        8’

2 Kleinprincipal                4’

3 Mixtur 2f.                [11/3’]

4 Regal                            8’

5 Principal [Tr]               8’ P

6 Koppel O.

7 Koppel U.

12 Terz [ab gº]             13/5

13 Tremulant [ganzes Werk]

Manualschiebekoppel

 

 

Bildergalerie

Literatur

Harald Vogel, Die Orgel der Christengemeinschaft in Bremen, in: Ars Organi 30. Jg. 4/1982, S. 242-245

Uwe Pape und Winfried Topp, Orgeln und Orgelbauer in Bremen, Berlin ²1998, S. 321-322

© Gabriel Isenberg, 2009 / 2010

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