Fretter

Katholische Pfarrkirche Sankt Matthias

Esloher Straße • D-57413 Fretter

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Kirche

Nachdem die alte, erstmals 1509 urkundlich erwähnte Kapelle zu klein geworden war, wurde sie 1929 abgerissen. Der Bau der heutigen St.-Matthias-Kirche begann 1926, die Grundsteinlegung erfolgte am 1. Mai 1927. Am 29. Juni 1933 nahm der Paderborner Erzbischof Dr. Caspar Klein die feierliche Konsekration vor.

Orgel

In der alten Fretteraner Kapelle stand eine Orgel, die 1899 von Orgelbau Stockmann aus Werl mit 11 Registern geliefert worden war. Es handelte sich vermutlich um die gleiche Orgel, die in die neue Kirche übertragen wurde und im Zweiten Weltkrieg Beschädigungen erlitt. 1946 setzte Orgelbau Stockmann dieses Instrument instand.

Die heutige Orgel der Pfarrkirche zu Fretter stammt aus dem Jahr 1973 und ist das letzte größere Orgelwerk aus der Werkstatt Bernhard Stegerhoff (Steinheim), die dann in der Firma Sauer (Ottbergen) aufging. Dieses Instrument hat 20 Register, die auf zwei Manualen und Pedal verteilt sind. Das Pedalwerk ist ohne geschlossenes Gehäuse hinter der Hauptorgel im Turmbogen aufgestellt. Der Spieltisch steht frei vorne rechts auf der Empore und ist mit elektrischen Trakturen mit dem Orgelwerk verbunden.

Im Spieltisch sind die Registerwippen in einer Reihe über dem zweiten Manual angeordnet. Über jeder Registerwippe befindet sich ein Hebelchen für die Freie Kombination. Links und rechts sind Anzeigen für Voltmeter und Crescendowalze angebracht. Unter dem ersten Manual befinden sich Druckknöpfe für Auslöser (=Handregister), FK I und Tutti. Für die Fußbedienung sind der Crescendo-Rolltritt, der Walze-ab-Tritt sowie der Zungenabsteller eingerichtet.

In ihrer Klangstärke ist die Orgel eher zurückhaltend, wenngleich einige Einzelstimmen durchaus Eigencharakteristik zeigen. Vermutlich wurde im Laufe der Jahre eine Dispositionsänderung im zweiten Manualwerk vorgenommen: möglicherweise war ursprünglich anstelle des Larigot eine 8’-Zunge disponiert.

Disposition

I. Manual                  C – g³

II. Manual                 C – g³

Pedal                        C – f¹

8 Prinzipal                        8’

9 Gedackt                        8’

10 Oktave                        4’

11 Gemshorn                   4’

12 Oktave                        2’

13 Sesquialter 2fach

14 Mixtur 4fach

15 Trompete                    8’

16 Manuakoppel II-I

17 Rohrflöte                     8’

18 Prinzipal                      4’

19 Koppelflöte                 4’

20 Blockflöte                    2’

21 Zimbel 3f.

22 Larigot              11/3’ + 1’

23 Dulzian                      16’

1 Subbaß                       16’

2 Oktavbaß                      8’

3 Choralbaß                     4’

4 Rauschpfeife 3fach

5 Posaune                     16’

6 Pedalkoppel I

7 Pedalkoppel II

 

Spielhilfen

Freie Kombination

Crescendowalze mit Absteller und Anzeige

Zungenabsteller

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2009

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