Horst

Katholische Kirche Sankt Laurentius

Zum Bauverein • D-45899 Gelsenkirchen

zurück  ·  # 370  ·  weiter

Kirche

Die erste Laurentiuskirche in Gelsenkirchen-Horst wurde 1907 erbaut. Dieses Gotteshaus wurde im Zweiten Weltkrieg 1945 vollständig zerstört. Die heutige Kirche St. Laurentius stammt aus dem Jahr 1954. Nachträgliche Veränderungen im Innenraum erfolgten nach der erneuerten Liturgie des Zweiten Vaticanums.

Orgel

Die erste Orgel in der alten Laurentiuskirche war der Überlieferung nach ein gebrauchtes Instrument aus der Mutter-Kirche St. Hippolytus. Die 1913 neu angeschaffte Orgel musste aus unbekannten Gründen 1917 wieder verkauft werden. Erst zehn Jahre später (1927) erhielt die Kirche eine neue angemessene Orgel aus der Orgelbauwerkstatt Franz Breil in Dorsten. Dieses Instrument wurde mit der Kirche 1945 durch Bombenangriffe zerstört.

In der neuen Kirche konnte schließlich nach dreijähriger Planungszeit eine neue Orgel, ebenfalls aus der Werkstatt Breil in Dorsten, eingeweiht werden. Sie hat 17 Register bei mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur. Jedes Werk steht in einem eigenen Gehäuseteil, welche hintereinander gestaffelt auf der rechten Emporenseite aufgestellt sind. Hinten steht das Pedalwerk, davor das Hauptwerk, in dem unten die Spielanlage eingebaut ist, und an der Brüstung schließlich das Rückpositiv. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Orgel überholt, sie ist aber im Wesentlichen unverändert geblieben. Der Klang der Orgel ist recht grob, kann aber den Kirchenraum genügend ausfüllen.

Im Spieltisch sind die Registerwippen in einer Reihe über dem zweiten Manual angelegt. Über jeder Wippe befinden sich zwei Hebelchen für die je zwei freien Kombinationen (B und C). Rechts daneben sind die Hebelchen für die freie Pedalkombination, links entsprechend für die Zungen-Einzelbasteller. Die freie Pedalkombination wird über zwei Druckknöpfe in den linken Klaviaturbacken ein- und ausgeschaltet; unter dem Manual sowie als Fußpistons sind die Schalter für Handregister und freie Kombinationen (A; B und C) sowie Auslöser 0 (nur als Handschalter) sowie das Pleno (Pl) vorhanden.

Disposition

I. Rückpositiv          C – g³

II. Hauptwerk          C – g³

Pedal                        C – f¹

9 Gedackt                        8’

10 Prinzipal                      4’

11 Koppelflöte                  4’

12 Oktave                        2’

13 Sifflöte                    11/3

14 Scharff 4f.

15 Schalmey                    8’

16 Tremulant

4 Prinzipal                        8’

5 Rohrflöte                      8’

6 Oktave                          4’

7 Schwegel                     2’

8 Mixtur 4-6f.               11/3

8a Trompete                    8’

1 Manualk. I/II

17 Subbass                   16’

18 Prinzipal                      8’

19 Rohrpfeife                  4’

20 Oktavkornett 2f.

21 St. Posaune              16’

2 Pedalk. I

3 Pedalk. II

 

Spielhilfen

Handregister (A) ·   Zwei freie Kombinationen (B und C)   · Auslöser (0) ·   Pleno (Pl)

Freie Pedalkombination ·   Zungen-Einzelabsteller

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2010

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Y

Z

++