München, Deutsches Museum

Sammlung Musikinstrumente (OG 1): Konzertorgel von G. F. Steinmeyer

Orgel von G. F. Steinmeyer & Co. (Oettingen), 1923.


Bildquelle: Cmcmcm1, 15.12.2022 / Wikimedia.org
Bildquelle: Cmcmcm1, 15.12.2022 / Wikimedia.org

Im ersten Obergeschoss des Deutschen Museums auf der Münchener Museumsinsel ist die Sammlung Musikinstrumente untergebracht. Im zentalen Ausstellungsraum für Tasteninstrumente stehen u. a. zwei große Konzertorgeln.

Zur Eröffnung des Museums am 7. Mai 1925 war die Konzertorgel der renommierten Orgelbauanstalt Georg Friedrich Steinmeyer & Co. aus Oettingen in der Musikinstrumentensammlung bereits fertiggestellt: Das Opus 1367 stammt aus dem Jahr 1923 und ist eine Stiftung der Orgelbaufirma, die den modernen Orgelbau des beginnenden 20. Jahrhunderts und dessen Möglichkeiten zeigen sollte. Das Instrument gehört zu den frühen elektrisch gesteuerten Instrumenten.

Die Orgel ist im Hinblick auf die museale Nutzung mit offenem Gehäuse an der Stirnwand des großen Musikinstrumenten-Saals aufgestellt, so dass die Pfeifen des Hauptwerks in chromatischer Registeraufstellung zu Anschauungszwecken sichtbar sind. Links dahinter sind die Jalousien des Schwellwerks zu sehen, davor die acht Klangröhren des Röhrenglockenspiels. Das Gehäuse wurde nach Fertigstellung des Orgelwerks durch Prof. Richard Brendl (1875–1955) gestaltet.

Der Spieltisch stand anfangs auf der gegenüberliegenden Seite des Raums und wurde um 1937 unter die Orgel versetzt, so dass der Organist in den Saal blickt. Nach der umfassenden Renovierung der Musikinstrumentensammlung 2016–22 und der Restaurierung der Orgel und des Gehäuses steht der Spieltisch nun wieder weiter entfernt auf einem fahrbaren Podest.

I. HAUPTWERK | C–g³

Geigen-Prinzipal 8’

Flöte 8’

Gemshorn 4’

Orchesteroboe 8’ [Transm. II]

Koppel II–I

Subkoppel II–I

Superkoppel II–I

Superkoppel in I

II. SCHWELLWERK | C–g³

Salizional 8’

Vox coelestis 8’

Rohrgedeckt 8’

Quintatön 4’

Orchesteroboe 8’

Tremolo

Superkoppel in II

PEDAL | C–f¹

Subbaß 16’

Flötbaß 8’ [Transm. I]

Pedalkoppel I

Pedalkoppel II


Röhrenglocken („Große Glocken“), spielbar auf dem I. Manual: e, g, a, c¹, d¹, e¹, g¹, c².

Tutti, Walze, Pianopedal.

Elektropneumatische Taschenlade.

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D-80538 München | Museumsinsel 1


Quellen und Literatur: Deutsches Museum München ⋄ Eigener Befund.

 

Nr. 382 | Diese Orgel habe ich am 16.08.2010 gespielt.

© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 31.07.2023.