Barrien

Ev.-luth. Bartholomäus-Kirche

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D-28857 Syke | Glockenstraße | Karte

Kirche

Die Anfänge kirchlichen Lebens in Barrien bei Syke gehen auf das Jahr 850 zurück. Die heutige Kirche steht auf Fundamenten des romanischen Vorgängerbaus aus dem 11. Jahrhundert. Nach einem großen Brand erfolgte der Wiederaufbau Mitte des 14. Jahrhunderts in der gotischen Form, wie die Kirche bis heute erhalten ist. 1659 und 1665 wurden die Stützpfeiler zur statischen Sicherung des Gebäudes angefügt. Die Sakristei wurde 1742 an der Nordseite angebaut. Der auf dem romanischen Sockel stehende Turm ist bisher nicht konkret datiert. Eine umfangreiche Renovierung ist für 1779 überliefert. Die äußere Mauerschale stammt jedoch von einer Reparatur zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Inneren sind die spätgotischen Gewölbemalereien sowie die barocke Einrichtung bemerkenswert.

 

Orgel

Schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts gab es Bestrebungen, eine Orgel für die Bartholomäus-Kirche anzuschaffen. Nach langjährigen Verhandlungen und Spendensammlungen, die bereits seit 1838 durchgeführt wurden, lieferte Orgelbaumeister Johann Hinrich Rohdenburg aus Lilienthal 1864 die erste Orgel für die Barrier Kirche. Sie hatte acht Register auf einem Manual und Pedal und stand auf der Westempore. Der Orgelbauer Johann Martin Schmid aus Oldenburg baute dieses Instrument 1888 um und erweiterte sie auf zwei Manuale. 1910 wurde ein elektrisch getriebenes Kreiselgebläse eingebaut.

Das heutige Instrument ist ein Neubau von Hans Wolf aus Verden. Die 1965/66 aufgestellte Orgel hat 17 Register auf zwei Manualen und Pedal bei mechanischen Schleifladen. Wolf verwendete neben einigen alten Registern das Gehäuse der Rohdenburg-Orgel wieder und versetzte es nun ebenerdig seitlich an die Westwand des Hauptkirchenschiffes. 1999 führte die Orgelbauwerkstatt Alfred Führer (Wilhelmshaven) eine grundlegende Renovierung durch.

Das in grau gefasste Gehäuse zeigt neugotische Formen. In die Front ist ein mit zwei Türen verschließbares Brustwerk eingebaut. Darunter befindet sich der Spielschrank mit den Registerzügen für das Hauptwerk links sowie Brustwerk und Pedal rechts. Die beiden Koppeln sind als Hakentritte rechts über der Pedalklaviatur angebracht. Während die Pedalklaviatur bis f¹ ausgebaut ist, ist das Pedalwerk nur bis d¹ mit Pfeifen besetzt.

Disposition

I. HAUPTWERK | C–f³

1 Prinzipal 8'

5 Rohrflöte 8'

2 Oktav 4'

6 Gedacktpommer 4'

3 Nasat 2 2/3'

4 Waldflöte 2'

7 Mixtur 4fach

8 Trompete 8'

9 Tremulant

[Manualkoppel]

II. BRUSTWERK | C–g³

11 Gedackt 8'

16 Spitzflöte 4'

15 Prinzipal 2'

14 Terzian 2fach

10 Zimbel 2fach

PEDAL | C–d¹, Koppel bis f¹

12 Subbaß 16'

13 Gedackt 8'

17 Chorflöte 4'

18 Rauschbaß 2f.

[Pedalkoppel I, durchkoppelnd]


SYSTEM | Schleiflade, mechanische Trakturen

Bildergalerie

Literatur

Frank Foerster, Die Kirche in Barrien, Karlsruhe 2010, S. 69

© Gabriel Isenberg | 2011

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