Steinfeld i. O.

Evangelisch-lutherische Auferstehungskirche

Friedlandstraße • D-49439 Steinfeld

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Kirche

Am 16. April 1950 wurde eine kleine Notkirche in Steinfeld eingeweiht. Die Weihe der heutigen Kirche fand am 1. Mai 1964 durch Bischof Jacobi aus Oldenburg statt. Sie steht auf dem seit 1960 bestehenden evangelischen Friedhof an der Friedlandstraße. In dem separat vom Kirchenraum stehenden Glockenturm befindet sich ein dreistimmiges Geläut, darunter eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1445, die aus Kieslingswalde (Kreis Görlitz) nach Steinfeld kam.

Orgel

In der Notkirche wurde 1950 zunächst ein gebrauchtes Harmonium aufgestellt, das der Orgelbauer Herbert Kruse (Lohne) 1956 renovierte.

Schon als mit dem Bau der heutigen Kirche 1963 begonnen wurde, fällte der Gemeindekirchenrat den Beschluss, die neue Kirche mit einer Pfeifenorgel auszustatten. Uneinigkeiten über das Verfahren ließen die Gemeinde schließlich vorerst Abstand davon nehmen, eine neue Orgel anzuschaffen. Als die Kirche schließlich am 1964 geweiht wurde, besaß sie noch keine Orgel. Im August 1964 bot Heinrich Rohlfing aus Osnabrück ein gebrauchtes Positiv aus der Serienbaureihe C der Firma Walcker (Ludwigsburg) mit fünf geteilten Registern und angehängtem Pedal zum Preis von 10.850 DM an. Durch leichte Abänderungen am Gehäuse sollte das kleine Instrument dem Kirchenraum angepasst werden. Vermutlich nahm Herbert Kruse aus Lohne in Rohlfings Auftrag diese Veränderungen vor, denn sein Name ist in der Windlade der Orgel eingetragen.

Was zunächst nur als Übergangslösung gedacht ist, hat bis heute Bestand. Die Orgel steht in einem einfachen geschlossenen Holzgehäuse rechts auf der Empore. Im Prospekt stehen hölzerne Pfeifen der Holzflöte 4’. Die Registerzüge liegen in einer Reihe über dem Manual und sind nach Bass (links) und Diskant (rechts) getrennt, jeweils mit dem 8’-Registerzug innen. Die Bass/Diskant-Trennung liegt bei hº/c¹. Das Pedal ist angehängt. Die Orgel hat mechanische Schleifladen.

Disposition

Manual                     C – f³

Pedal                       C – d¹

Gedackt B/D                    8’

Principal B/D                    4’

Holzflöte B/D                    4’

Oktave B/D                      2’

Mixtur 2fach B/D

angehängt

Bildergalerie

Literatur

Gabriel Isenberg, Orgellandschaft Dammer Berge, Damme 2011, S. 63

© Gabriel Isenberg | 2011

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