Schnathorst

Ev.-luth. Kirche

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D-32609 Hüllhorst | Tengerner Straße | Karte

Kirche

Die Geschichte der Kirchengemeinde Schnathorst geht auf das Jahr 1425 zurück. Eigentlich sollte die alte Schnathorster Kirche Anfang des 20. Jahrhunderts nur renoviert und umgebaut werden. Da sich aber bei der Vorbereitung der Arbeiten herausstellte, dass das alte Gebäude extrem baufällig war, wurde 1901/02 die heutige Kirche als kompletter Neubau errichtet. Eine großere Renovierung erfolgte 1977. Die letzte Erneuerung fand 2004 statt, dabei erhielt die Empore einen neuen Dielenfußboden. Sie ist die größte Dorfkirche des Altkreises Lübbecke.

 

Orgel

Bereits 1683 wurde auf Kosten der Gemeinde eine Orgel in der Schnathorster Kirche aufgestellt. 1823 ist dieses Instrument mit 8 Registern auf einem Manualwerk verzeichnet.

Der Orgelbauer Ernst Klassmeyer aus Kirchheide baute 1881 eine Orgel mit neugotischem Prospekt und 12 Registern auf zwei Manualen und Pedal für die Gewerbeausstellung in Detmold. Die mit Kegelladen ausgestattete Orgel erhielt auf der Ausstellung die Auszeichnung mit einer silbernen Medaille und einem Diplom. Darüber hinaus hatte der Fürst von Schaumburg-Lippe einen Ehrenpreis in Form einer goldenen Uhr im Wert von 460 Rthl. gestiftet. Nach der Ausstellung erwarb der Schnathorster Pfarrer dieses Instrument und stellte es 1883 in der Kirche auf.

Beim Neubau der Kirche wurde die Orgel in das neue Gotteshaus übertragen. 1936 wurde die Orgel erweitert und durch Anbringung seitlicher Pfeifenfelder ergänzt.

Im Jahr 1979 führte die Orgelbauwerkstatt Gustav Steinmann aus Vlotho einen Orgelneubau in dem historischen Gehäuse durch, wobei die alten Gehäuseproportionen wieder hergestellt wurden. Im unteren Gehäuseteil wurden Jalousietüren für das Schwellwerk angebracht. Das Pedalwerk steht in einem separaten Gehäuse hinter der Orgel. Der Spieltisch ist freistehend vor der Orgel aufgestellt; darin befindet sich das Tableau mit den Registerwippen auf der linken Seite. Die Koppeln korrespondieren zwischen Fuß- und Handschaltung. Die Orgel ist mit Schleifladen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur ausgestattet. 2004 wurde die Orgel generalüberholt.

Disposition

I. HAUPTWERK | C–g³

10 Bordun 16'

11 Prinzipal 8'

12 Holzflöte 8'

13 Oktave 4'

14 Quinte 2 2/3'

15 Schweizerpf. 2'

16 Mixtur 4f.

17 Trompete 8'

18 II / I

II. SCHWELLWERK | C–g³

1 Gedackt 8'

2 Prinzipal 4'

3 Rohrflöte 4'

4 Sesquialtera 2f.

5 Oktave 2'

6 Quinte 1 1/3'

7 Scharf 3f.

8 Krummhorn 8'

9 Tremulant

PEDAL | C–f¹

19 Subbass 16'

20 Holzprinz. 8'

21 Choralbass 4'

22 Rauschpf. 3f.

23 Posaune 16'

24 II / P

25 I / P


SPIELHILFEN | Zwei freie Kombinationen (FK I und FK II), Auslöser, OP.L. (Organo Pleno)

SYSTEM | Schleiflade, Spieltraktur mechanisch, Registertraktur elektrisch

Bildergalerie

Literatur

Hannalore Reuter, Historische Orgeln in Westfalen-Lippe, Münster 2006, S. 174f

© Gabriel Isenberg | 2011

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