Bremen

Ev. Kulturkirche St. Stephani (Seitenkapelle)

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D-28195 Bremen | Stephanikirchhof | Karte

Kirche

Die Stephanikirche am westlichen Rand der Bremer Altstadt wurde um 1050 von Erzbischof Adalbert I. auf dem Steffensberg, einer Erhebung der Bremer Düne vor den Toren der Stadt, gegründet. Zunächst trug sie den Namen St. Wilhadi und St. Stephani, erst später setzte sich der Name St. Stephani durch. Im 13. Jahrhundert musste die Kirche nach einem Brand erneuert werden. Ende des 14. Jahrhunderts wurde sie zu einer Hallenkirche umgebaut. Seit 1856 prägt der schlanke neugotische Südturm der Kirche die Silhouette der Stadt. Bei Bombenangriffen 1944 wurde die Kirche stark beschädigt. Das südliche Hallenschiff wurde nicht wiederhergestellt, das Nordschiff hingegen nach dem Krieg vom Mittelschiff abgetrennt und als Gemeindekirche wieder instandgesetzt. Das Mittelschiff wurde zwischen 1947 und 1959 unter Leitung des Architekten Arthur Bothe neu aufgebaut. Der ebenfalls schwer beschädigte Südturm wurde unter Vereinfachung seiner Spitze wiederhergestellt. Seit 2007 wird das Hauptschiff als Kulturkirche genutzt, während die Gemeinde ihre Gottesdienste in der Kapelle im nördlichen Seitenschiff feiert.

 

Orgel in der Seitenkapelle

Orgelbau Alfred Führer baute 1954 als Opus 44 eine kleine Orgel mit neun Registern für die Stephani-Kirche. Nach einer Reparatur wurde das Instrument 1967 auf die Empore im Seitenschiff versetzt.

Die Orgel steht im hinteren Teil der Empore und zeigt nach vorne einen offenen Pfeifenprospekt; das Gehäuse ist nach oben nicht geschlossen. Der Spieltisch ist auf der linken Seite angebaut. Darin befinden sich die Registerzüge für oberes Manual und Pedal auf der linken Seite und für das untere Manual auf der rechten Seite. Die Koppeln werden über Hakentritte eingeschaltet. Die Orgel hat mechanische Schleifladen.

Disposition

I. MANUAL | C–f³

Quintade 8'

Praestant 4'

Flachflöte 2'

Man.Koppel

II. MANUAL | C–f³

Gedackt 8'

Rohrflöte 4'

Sesquialtera 2f.

Oktav 1'

PEDAL | C–f¹

Pommer 16'

Oktavbaß 4'

Ped.Koppel I

Ped.Koppel II


SYSTEM | Schleiflade, mechanische Spiel- und Registertraktur

Bildergalerie

Literatur

Uwe Pape und Winfried Topp, Orgeln und Orgelbauer in Bremen, Berlin ²1998, S. 189

© Gabriel Isenberg | 2011

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