Vechta

Kath. Kirche Maria Frieden

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D-49377 Vechta |  Overbergstraße | Karte

Kirche

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Bevölkerungszahlen in Vechta stiegen, wurde 1953 mit dem Bau der neuen Kirche Maria Frieden begonnen. Die am 11. September 1954 konsekrierte Kirche ist ein mächtiger Backsteinbau nach Plänen des Münsteraner Architekten Sunder-Plaßmann. Seit März 2007 gehört die Kirche zu der neuen Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt Vechta.

 

Orgel

Fünf Jahre nach dem Bau der Kirche lieferte der Orgelbauer Herbert Kruse (Lohne) eine Orgel mit 24 Registern auf drei Manualen und Pedal mit elektropneumatischen Taschenladen. Nachdem das Instrument um die Jahrtausendwende immer gravierendere Ausfallerscheinungen zeigte, war eine umfassende Neukonzeption der Orgelanlage unumgänglich, zumal die Konzeption des Instruments von Anfang an als nicht besonders gelungen bezeichnet wurde.

Für die Gemeinde bot sich die Möglichkeit, Pfeifenmaterial aus der 1963 von Franz Breil (Dorsten) für den Osnabrücker Dom gebauten und inzwischen durch einen Neubau ersetzten Orgel anzukaufen. Orgelbaumeister Martin Cladders (Badbergen) schuf mit dem Pfeifenwerk der alten Kruse-Orgel und der Osnabrücker Breil-Orgel ein neues Orgelwerk unter Beibehaltung des Kruse-Prospektes. Ein neuer fahrbarer Spieltisch wurde angeschafft und das Traktur- und Windladensystem wurde auf elektrische Schleiflade umgestellt. Pfarrer Richard Büssing weihte das erneuerte Instrument am 17. Dezember 2006 ein, an der Orgel spielten RKM Stefan Decker und Daniel Kleine-Huster.

Die Orgel ist zweigeteilt an beiden Seiten der Westempore mit symmetrisch zueinander angelegten Freipfeifenprospekten aufgestellt. Nebenwerk und Freies Werk stehen weitgehend in der linken Gehäusehälfte, Hauptwerk und Pedalwerk auf der rechten Seite. Im fahrbaren Spieltisch sind die Registerwippen auf der linken Seite neben den Manualen angebracht. Das freie Werk kann an alle Klaviaturen gekoppelt werden. Die 4000fache Setzeranlage wird mittels Druckknöpfen unter dem ersten Manual geschaltet (S, 0 bis 4, Sequenzer, 5 bis 9, T, R). Die Tausender-, Hunderter- und Zehnerziffern der Setzernkombinationen werden direkt an der digitalen Kombinationsanzeige mittig über dem zweiten Manual eingestellt. Als Fußpistons sind die Koppeln sowie die Sequenzer vor und zurück vorhanden.

Disposition

I. HAUPTWERK | C–g³

32 Principal 8'

33 Gamba 8'

34 Oktave 4'

35 Quinte 2 2/3'

36 Oktave 2'

37 Sesquialter 2-fach

38 Mixtur 4-fach

30 FW-I

31 II-I

II. NEBENWERK | C–g³

21 Rohrgedackt 8'

22 Principal 4'

23 Blockflöte 4'

24 Nasat 22/3'

25 Oktave 2'

26 Flöte 2'

27 Terz 1 3/5'

28 Scharff 3-fach

29 Holzdulcian 8'

20 FW-II

FREIES WERK | C–g³

10 Quintade 16'

11 Gemshorn 8'

12 Gedackt 8'

13 Koppelflöte 4'

14 Hohlflöte 2'

15 Trompete 8'

PEDAL | C–f¹

43 Subbaß 16'

44 Prinzipalbaß 8'

45 Gedacktbaß 8'

46 Choralbaß 4'

47 Trompete 16'

40 FW-P

41 II-P

42 I-P


SPIELHILFEN | 4000fache elektronische Setzeranlage mit Sequenzern vor und zurück, Tutti und Nulltaster

SYSTEM | Schleiflade, elektrische Spiel- und Registertraktur

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg | 2011

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