Niehl

Kath. Kirche St. Katharina

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D-50735 Köln | Sebastianstraße | Karte

Kirche

Die bis heute erhaltene alte St.-Katharina-Kirche in Köln-Niehl ist eine dreischiffige Basilika aus dem 12. Jahrhundert. Der Grundstein zur neuen katholischen Pfarrkirche St. Katharina in Niehl – etwas weiter südlich gelegen – wurde am 2. Oktober 1892 gelegt. Am 5. Juni 1894 konnte schließlich die Konsekration des neuromanischen Baus nach den Plänen des Architekten Theodor Kremer gefeiert werden. Bis die Ausstattung aus Ausmalung der Kirche komplett war, dauerte es allerdings noch bis zum Jahr 1913. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde Rudolf Schwarz 1948 mit den Planungen für Wiederaufbau und Neueinrichtung beauftragt. Seitdem steht der Altar mit dem Tabernakel in der Vierung.

 

Orgel

Die erste Orgel in der neuen St.-Katharina-Kirche war im Januar 1901 fertiggestellt. Sie stammt aus der Werkstatt Ernst Seifert (Köln-Mansfeld), stand auf der Westempore und hatte 28 Register. Schon bald zeigten sich offenbar immer wieder Mängel, so dass viele kleinere Reparaturen vonnöten waren, geplante größere Arbeiten konnten aus finanziellen Gründen nicht ausgeführt werden. 1926 versetzte man die Orgel in den Turmraum zurück, um auf der Empore genügend Platz für den Chor zu haben. Bei einem Luftangriff am 24. November 1944 wurde die Orgel wie viele andere Einrichtungsgegenstände der Kirche zerstört. Im Frühjahr 1946 lagerte die Firma Seifert noch brauchbare Teile der alten Orgel aus.

Am 15. Juli 1951 gab die Gemeinde schließlich den Auftrag zum Bau einer neuen Orgel, wieder an die jetzt in Kevelaer ansässige Firma Seifert. Das nach Plänen des Kirchenarchitekten ohne Gehäuse in zwei Teilen links und rechts in der Chorapsis aufgestellte Orgelwerk war 1952 fertiggestellt (Einweihung am 2. März 1952); einige Bestandteile aus der Vorgängerorgel fanden wieder Verwendung. Um die Jahrtausendwende führte Orgelbau Weyland (Leverkusen) eine Renovierung durch.

Der Spieltisch steht ebenerdig im Chorraum der Kirche und ist fahrbar. Die Orgelelemente sind über elektrische Trakturen verbunden, die Trakturen sind als Membranenladen gebaut. In der halligen Akustik schwimmt der Orgelklang etwas, kann aber den Raum dennoch ganz gut ausfüllen.

Die Registerwippen sind im Spieltisch in einer Reihe über dem zweiten Manual angeordnet in der Reihenfolge Pedal – Koppeln – 1. Manual – 2. Manual (von links nach rechts). Über den Registerwippen befindet sich jeweils ein weißer Stift zur Schaltung der freien Kombination. Die Einzelabschalter befinden sich rechts neben dem Registerfeld, die Spielhilfen werden über vier Leuchtschalter unterhalb des ersten Manuals gewählt.

Disposition

I. MANUAL | C–g³

12 Prinzipal 8'

13 Rohrflöte 8'

14 Oktave 4'

15 Querflöte 4'

16 Nasard 2 2/3'

17 Waldflöte 2'

18 Mixtur 4f. 1 1/3'

19 Trompete 8'

10 Koppel II-I

11 Koppel Sub II-I

II. MANUAL | C–g³

20 Gedackt 8'

21 Salicional 8'

22 Prinzipal 4'

23 Blockflöte 4'

24 Prinzipal 2'

25 Terz 1 3/5'

26 Spitzquinte 1 1/3'

27 Scharf 2-3f. 1'

28 Krummhorn 8'

29 Tremulant

PEDAL | C–f¹

1 Prinzipalbaß 16'

2 Subbaß 16'

2A Quintbaß 10 2/3'

3 Oktavbaß 8'

4 Gedacktbaß 8'

5 Choralbaß 4'

6 Oktave 2'

7 Posaune 16'

8 Koppel I-P

9 Koppel II-P


SPIELHILFEN | A (Auslöser), HR (Handregister), FC (Freie Kombination), T (Tutti), Einzelabsteller für die Zungen

SYSTEM | Membranenlade, elektrische Spiel- und Registertraktur

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg | 2012

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