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Löningen

Kath. Kirche St. Vitus

D-49624 Löningen | Kirchplatz 1 | Karte

Kirche

13. Jhd. | Mittelalterlicher Kirchbau.

1809/13 | Klassizistischer Neubau von Johann Nepomuk Schmidt (Münster).

1959 | Freistehender Kirchturm.

 

Vorgängerinstrumente

1597 | Ersterwähnung einer Orgel im Rahmen einer Reparatur durch den Meister Krull.

Im 17. Jahrhundert zahlreiche Reparaturen, u. a. 1656 durch Hans Henrich Reinking (Bielefeld). Laut Visitationsprotokoll von 1697 hat die Orgel zu diesem Zeitpunkt 7 Register.

1759/60 | Orgelneubau durch Joseph Mencke (Osnabrück) in Zusammenarbeit mit Eberhard Berner (Osnabrück) mit I+aP/12.

1809 | Beim Abbruch der baufälligen Kirche wird die Orgel durch Anton Franz Schmid (Quakenbrück) abgebaut.

1814 | Aufstellung der Orgel aus dem aufgehobenen Franziskanerkloster Vechta durch Anton Franz Schmid (Quakenbrück). Das Instrument war 1768 von Johann Gottlieb Müller (Paderborn) erbaut worden, II+P/31.

1853 | Instandsetzung und Umdisponierung durch Johann Bernhard Kröger (Goldenstedt).

1892/93 | Instandsetzung und Umbau durch Gorgonius Kröger (Vechta).

1921 | Orgelneubau im historischen Gehäuse von 1768 durch Friedrich Fleiter (Münster) mit II+P/34.

1953 | Umbau durch Orgelbau Friedrich Fleiter (Münster).

 

Orgel

1970 | Orgelneubau durch Alfred Führer (Wilhelmshaven) mit III+P/37. Das historische Gehäuse von 1768 wird wiederverwendet und um die beiden 16'-Türme sowie die seitlichen Spitztürme erweitert. Disposition: Günter Berger (Delmenhorst).

1982 | Reparatur durch Orgelbau Alfred Führer (Wilhelmshaven).

1992 | Nach der Kirchenrenovierung Reinigung, Überarbeitung und Nachintonation durch Orgelbau Alfred Führer (Wilhelmshaven).

2016 | Überarbeitung der Windladen durch Martin Cladders (Badbergen).

In absehbarer Zeit soll eine Reinigung und Überarbeitung der Orgel erfolgen.

Disposition

I. BRUSTWERK | C–g³

Gedackt 8'
Praestant 4'
Blockflöte 4'
Flachflöte 2'
Terzflöte 1 3/5'
Kornett 3f. [2 2/3' + 1 3/13' + 8/9']
Scharff 5f. 1'
Dulcian 16'
Franz. Trompete 8'
Tremulant

II. HAUPTWERK | C–g³

Copel 16'

Prinzipal 8'

Gemshorn 8'

Oktave 4'

Rohrflöte 4'

Terz 3 1/5'

Quinte 2 2/3'

Superoktave 2'

Großmixtur 6-8f. 1 1/3'

Fagott 16'

Trompete 8'

Koppel III–II

Koppel I–II

III. OBERWERK | C–g³

Quintatön 8'

Nachthorn 4'

Prinzipal 2'

Quinte 1 1/3'

Zimbel 3f. 1/3'

Krummhorn 8'

Trompete 4'

Tremulant

PEDAL | C–f¹

Prinzipal 16'
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'
Gamba 8'
Oktave 4'    
Quintade 4'
Weitpfeife 2'
Rauschbaß 5f. [5 1/3' + 3 1/5' +

                         2 2/7' + 1 7/9' + 1']
Posaune 16'    
Zink 8'
Koppel III–P
Koppel II–P
Koppel I–P


SPIELHILFEN | Vier freie Kombinationen, Tutti, Zungenabsteller, Geschwindigkeitsregler für die Tremulanten.

SYSTEM | Schleiflade mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur.

Bildergalerie

Diese Orgel habe ich erstmals am 25.09.2018 gespielt und auf dem weiteren Weg als Orgelsachverständiger begleitet.

Quellen und Literatur: Winfried Schlepphorst: Der Orgelbau im westlichen Niedersachsen, Kassel 1975; Fritz Schild: Orgelatlas der historischen und modernen Orgeln im Gebiet der Kath. Kirche im Oldenburger Land, Wilhelmshaven 2011 (unveröff.); Orgelsachverständigen-Unterlagen des BMO Vechta.

 

© Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 28.06.2021.

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