Kirchbach

Kath. Pfarrkirche St. Martin

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Kirchbach • A-9632 Kirchbach (Gailtal)

Kirche

Die Pfarrkirche von Kirchbach im Kärntner Gailtal liegt mitten im Ort an der Hauptstraße. Die Pfarre wurde urkundlich erstmals 1296 erwähnt. Die mittelgroße, einschiffe Kirche wurde vermutlich 1508 erbaut und im 18. Jahrhundert barockisiert, 1718 restauriert.

Orgel

1767 wurde die Herz-Orgel von 1650/51 aus der Wallfahrtskirche Maria Luggau im Lesachtal für 100 fl nach Kirchbach verkauft. „Mit Darangabe der alten, nicht mehr brauchbaren Orgel“ baute Josef Grafenauer 1849 dann ein neues Orgelwerk für Kirchbach mit acht Registern. 1879 wurde diese Orgel durch Josef Grafenauer restauriert. 1917 wurden die Zinnpfeifen im Prospekt abgeliefert und 1930 neue eingebaut, vermutlich durch Josef Huber (Eisenstadt), der um diese Zeit bis Ende des Zweiten Weltkriegs mit der Pflege des Instruments betraut war. Am 1. Januar 1923 reparierte der Orgelbauer Johann Hall (Leoben) die Orgel.

1950 wurden von Franz Mauracher (Salzburg) drei neue Register auf pneumatischer Zusatzlade eingebaut und offenbar auch weitere Register verändert.

Vom 24. Oktober bis 17. November 1988 übernahm Orgelbau Walter Ottitsch (Ludmannsdorf) die Instandsetzung (Restaurierung) des Instruments. Bei dieser Restaurierung wurde die ganze Orgel gereinigt, das Pfeifenwerk ausgebeult und gestimmt, die nachträglich ergänzten Register entfernt, die Tasten neu belegt und ein neuer geräuschloser Motor eingebaut.

Der Prospekt zeigt nur ein Pfeifenfeld (cº bis b¹ des Prinzipal 8’) und hat kleine, auf Holz gemalte Vorhänge als Schleierbretter. Der Spieltisch ist freistehend vor der Orgel. Der Spieler sitzt mit Blick in den Kirchenraum. Die aus Holz gefertigten Trakturen verlaufen durch den Trakturschacht unter dem Organistenplatz. Die Registerschaltung erfolgt über geschwungene, aufrecht stehende Hebel aus Holz links und rechts neben der Klaviatur (jeweils vier); die neu angefertigte Registerbeschriftung steht auf Papierstreifen neben den Hebeln geschrieben. Zum Einschalten der Register werden die teilweise schwergängigen Hebel zum Spieler hin geschoben.

Die Orgel hat mechanische Trakturen und Schleifladen.

Disposition

MANUAL | C–c³

Flöte 8'

Prinzipal 8'

Mixtur 1 1/3'

Voxcoelestis 4'

Oktav 4'

Gedeckt 4'

PEDAL | C–cº

Subbass 16'

Oktavbass 8'

[feste Koppel zum Manual]


SYSTEM | Schleiflade, mechanische Spiel- und Registertraktur

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 1998 / 2005

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