Dreis-Tiefenbach

Katholische Pfarrkirche Namen Jesu

Kreuztaler Straße • D-57250 Netphen

Kirche

Die alte Leonhardus-Kapelle, die nach der Reformation wechselnd katholisch, evangelisch oder simultan war, war das erste Gotteshaus in Dreis-Tiefenbach. Gegen 1890 war sie so verfallen, dass der Bau einer neuen Immaculata-Kapelle beschlossen wurde; sie wurde 1863 benediziert. 1911 musste sie erweitert werden, 1945 wurde sie durch Artilleriebeschuss schwer beschädigt. Die heutige Kirche stammt aus den Jahren 1948-53.

Orgel

Zunächst wurde in der 1953 errichteten Pfarrkirche von Dreis-Tiefenbach die achtregistrige Orgel aus der Vorgängerkirche aufgestellt: ein Werk von Oskar Ladegast, erbaut 1907 für das Lehrerseminar in Hilchenbach, in Dreis-Tiefenbach von Paul Faust 1936 aufgestellt und 1947 umgebaut und erweitert.

Aufgrund erheblicher Mängel entschied man sich aber 1965 für einen Neubau durch die Orgelbaufirma der Gebrüder Stockmann aus Werl. Bis auf eine (v. a. klangliche) Überholung in den 1990er Jahren steht dieses Instrument bis heute unverändert.

Der Spieltisch steht frei vor der Orgel. Die Trakturen laufen durch einen Trakturkanal zwischen Spieltisch und Instrument. Die Registerkippschalter liegen in einer Reihe über den Manualen mit den jeweils zwei Vorprogrammierungshebelchen für die freien Kombinationen. Links von diesen Schaltern sind die Hebelchen für die Einzelabsteller und die Pedalkombination. An der linken Backe neben dem oberen Manual ist ein weißer Knopf zum Einschalten der Pedalkombination (im eingeschalteten Zustand leuchtet er auf), entsprechend ein roter Knopf zum Ausschalten neben dem unteren Manual. Unter dem 1. Manual sind die Knöpfe für FK I, FK II, [Auslöser = Handregister] und Tutti, die entsprechend auch als Pistons über dem Pedal, links vom Schwelltritt liegen; rechts neben dem Schwelltritt ist ein Piston für den Zungen-Generalabsteller.

Die Registertraktur ist elektrisch, die Spieltraktur mechanisch. Die Windladen sind nach dem Schleifladen-System gebaut.

Disposition

I. Hauptwerk                     C – g³

II. Schwellwerk               C – g³

Pedal                                        C – f¹

7 Prinzipal                                    8’

8 Rohrflöte                                  8’

9 Oktave                                        4’

10 Quintade                               4’

11 Waldflöte                              2’

12 Mixtur 4-6f.                   11/3

13 Dulzian                                 16’

14 Trompete                              8’

15 MK II - I

16 PK I

17 PK II

18 Holzgedackt                        8’

19 Prinzipal                                4’

20 Blockflöte                            2’

21 Quinte                              11/3

22 Sesquialtera 2f.          22/3

23 Scharff 4f.                          2/3

24 Schalmey                              8’

25 Tremolo

1 Subbaß                                    16’

2 Prinzipalbaß                           8’

3 Gedackt                                     8’

4 Choralbaß                                4’

5 Nachthorn                               2’

6 Stillposaune                        16’

 

Spielhilfen

Zwei freie Kombinationen mit Tutti und Handregister

- FK I, FK II, Auslöser [= Handregister], Tutti

Freie Pedalkombination

Zung. ab

Einzelabsteller

- Register 6, 12, 13, 14, 22, 23 und 24

© Gabriel Isenberg, 1999 / 2005

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