Außerteuchen

Katholische Pfarrkirche Sankt Rupert und Virgil

Außerteuchen • A-9562 Himmelberg

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Kirche

Einsam am Südhang hoch über dem Teuchenbachtal liegt Außerteuchen mit der Pfarrkirche, die den Heiligen Rupert und Virgil geweiht ist. Der spätgotische Bau stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts (1453 erstmals urkundlich erwähnt). In der Barockzeit gab es nur wenige Veränderungen. 1994 wurde die Kirche außen und 1998 innen restauriert. Die Ausstattung stammt einheitlich aus der Zeit um 1760/70.

Orgel

Die erste Orgel wurde wie auch die meisten anderen Einrichtungsgegenstände um 1760 von Elias Protzer (Villach) gebaut. Sie wurde 1895 nach Neudenstein bei Völkermarkt übertragen, wo sie bis heute nahezu unverändert existiert (→ Nr. 193). Kurz zuvor – die Jahreszahl ist nicht genau bekannt, vermutlich 1890/91 – baute Franz Grafenauer eine neue Orgel. Die Prospektpfeifen dieser Orgel mussten zu Kriegszwecken abgeliefert werden, wurden aber später ersetzt. Im Winter 2000/01 wurde der undichte Balg neu beledert und ein elektrisches Gebläse eingebaut. Ansonsten hat die Orgel seit ihrer Erbauung keine Veränderungen erfahren.

Das Pfeifenwerk steht in dem allseits geschlossenen Gehäuse, die Balganlage befindet sich auf einem Gerüst hinter der Orgel. Der Spieltisch vor der Orgel ist freistehend und so ausgerichtet, dass der Organist beim Spiel ins Kirchenschiff blickt. Die sechs gedrechselten, schwarzen Registerzüge befinden sich in einer Reihe über dem Manual. Die Registerbezeichnungen sind in großer schwarzer Schrift über den Zügen angegeben.

Da die Orgel nicht mehr regelmäßig gespielt wird, ist sie stark verdreckt (auch bedingt durch Tiere in der Kirche). Daher ist der Spieltisch in der Regel abgedeckt und mit Plastikblumen geschmückt… Die Kälte hat dem Pfeifenmaterial zugesetzt, so dass es deutliche Anzeichen von Zinnpest zeigt. Die Traktur ist sehr schwergängig. Klanglich ist die Orgel allerdings vollkommen in Ordnung.

Die Trakturen sind mechanisch, die Windladen sind nach dem Grafenauer eigenen System als Kegelladen ausgeführt.

Disposition

Manual

                                 C – c³

Pedal                       C – c0

Principal                           8’

Flöte                                 8’

Flöte                                 4’

Octave                            4’

Octave                            2’

Subbass                      [16’]

[feste Koppel zum Man.]

Bildergalerie

Literatur

Wolfgang Benedikt, Die Orgeln der Bezirke Klagenfurt-Land und Feldkirchen, Phil. Diss., Wien 1985, S. 9-10

© Gabriel Isenberg, 2004

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