Gradenegg

Katholische Pfarrkirche Sankt Nikolaus

Gradenegg • A-9556 Liebenfels

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Kirche

Die Pfarrkirche St. Nikolaus im Ortskern von Gradenegg (Kärnten) ist ein mehrmals veränderter mittelalterlicher Bau mit vorgestelltem spätbarocken Westturm (1788). Das Langhaus ist im Mauerwerk romanisch. 1998 wurde die Kirche außen restauriert. In die hölzerne Brüstung der Orgelempore ist der Orgelspieltisch eingebaut.

Orgel

Die erste Nachricht über eine Orgel, die aus Gradenegg bekannt ist datiert auf das Jahr 1836, als eine gebrauchte Orgel aus einer Pfarrkirche im Gailtal angekauft und in Gradenegg aufgestellt wurde. Genauere Angaben über dieses Instrument sind nicht bekannt. Um 1891 wurde diese Orgel durch den Gailtaler Orgelbauer Franz Grafenauer (Egg) instandgesetzt, da sie „nicht [mehr] gut harmonisch“ war. Dabei handelte es sich vermutlich um einen größeren Umbau, bei dem wohl auch der Spieltisch in die Emporenbrüstung gesetzt wurde.

Die heutige Orgel stammt aus den Werkstätten der „Cäcilia“ Dreher & Flamm in Salzburg-Parsch, sie wurde 1929 gebaut. Die Orgel hat einen Freipfeifenprospekt, der sich im Verlauf der Pfeifenenden an der Kirchendecke orientiert. Im mittleren Feld stehen die Pfeifen erhöht gegenüber den beiden äußeren Feldern. Der Spieltisch steht frei vor der Orgel (Blick des Organisten ins Kirchenschiff) und ist in die Emporenbrüstung integriert. Diese Spieltischanordnung sowie Teile des Orgelgehäuses stammen vielleicht noch vom Vorgängerinstrument. Die Register sind über Kippschalter zu bedienen, die in einer Reihe über dem Manual angeordnet sind. Die festen Kombinationen werden über Kunststoff-Stifte geschaltet, die sich unter dem Manual befinden. Die pneumatischen Trakturen steuern eine Kegellade. Die Superoktavkoppel ist nicht ausgebaut.

Disposition

Manual                    C – g³

Pedal                       C – d¹

Spielhilfen

Prinzipal                           8’

Salizional                         8’

Gedackt                           8’

Fugara                             4’

Flöte                                 4’

Oktav Coppel

Subbass                        16’

Pedal Coppel

Feste Kombinationen

- Knöpfe unterm Manual: A. (Auslöser) · P. (Piano) · M. (Mezzo)   · F. (Forte)

Bildergalerie

Literatur

Bernhard Trebuch, Orgeln und Orgelbau im Bezirk St. Veit an der Glan (Kärnten), Phil. Diss., Wien 1986, S. 67-68

© Gabriel Isenberg, 2004

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