Kreuth

Katholische Pfarrkirche Sankt Heinrich

Bleiberg Kreuth • A-9531 Kreuth bei Bad Bleiberg

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Kirche

Die ersten urkundlichen Erwähnungen der Pfarrkirche in Bleiberg-Kreuth datieren auf die Jahre 1498 und 1513. Die Bausubstanz des mittelgroßen Kirchbaus geht auf die 2. Hälfte des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts zurück. Die weitgehend neugotische Einrichtung stammt aus der Zeit zwischen 1870 und 1896.

Orgel

Eine runde Tafel auf der Rückseite der Orgel gibt mit ihrer Inschrift Baujahr und Erbauer der Kreuther Orgel an: „Erbaut 1872 von Jos. Grafenauer, unter Pfarrer: Jos. Böhm.“ Der Spieltisch war ursprünglich in die Gehäusefront eingebaut. Eventuell führte Grafenauer 1887 einen Umbau der Orgel durch, bei dem er den Spieltisch frei vor die Orgel setzte. Für das Jahr 1899 ist eine weitere Instandsetzungsarbeit bekannt. Die Prospektpfeifen mussten 1917 zu Zwecken des Ersten Weltkrieges abgeliefert werden. Sie wurden erst um 1980 bei einer Instandsetzung durch Rudolf Novak (Klagenfurt) wieder ersetzt.

Das neugotische Gehäuse zeigt in der Front drei Pfeifenfelder des Principal 8’. Über den Pfeifenfeldern sind verschiedene neugotische Schnitzereien als Verzierung angebracht. Als Schleierbretter dienen kleine rote auf Holz gemalte Vorhänge. Im Untergehäuse sind nur die Trakturen untergebracht (die großen Pedalpfeifen stehen im hinteren Teil des Gehäuses ebenfalls auf dem niedrigen Niveau). Die Balganlage ist mit einem Gerüst hinter der Orgel aufgestellt. Über einen Hebel hinter der Orgel, der heute festgestellt ist, konnte der Schöpfbalg bedient werden. Der Spieltisch steht heute frei vor der Orgel mit Blick des Organisten in den Kirchenraum. Eindeutige Spuren (Gehäusefüllung in der Breite einer Klaviatur und Höhe eines Notenpultes; zugebaute Aussparungen zu beiden Seiten neben dieser Gehäusefüllung für etwaige Registerstaffeln etc.) zeigen, dass der Spieltisch ursprünglich in die Orgelfront eingebaut war. Die schwarzen, gedrechselten Registerzüge liegen in einer Reihe über dem Manual. Die Beschriftungen sind in Metallschilder über den Zügen geprägt. Eine Besonderheit ist die geteilte Oktave 4’, die Trennung liegt bei hº/c¹. Warum auch für den Zug der Oktave 2’ die Bezeichnung „I./II.“ angegeben ist, ist unklar.

Die Windlade ist nach dem System der Schleiflade gebaut und die Trakturen sind mechanisch.

Disposition

Manual

                                 C – c³

Pedal                       C – cº

Prinzipal                           8’

Salizional               4’ [ist 8’]

Flöte                                 8’

Rohrflöte                          4’

Mixtur [2fach]

Oktav                          2’ I.II.

Oktav                             4’ I

Oktav                             4’ II

Sub Bass                       16’

Oktav Bass                      8’

[feste Koppel zum Man.]

Bildergalerie

© Gabriel Isenberg, 2004

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