Helden

Katholische Pfarrkirche Sankt Hippolytus

Notburgaplatz • D-57439 Attendorn

Kirche

Die St.-Hippolytus-Kirche ist Pfarrkirche im Kirchspiel Helden im Sauerländischen Repetal bei Attendorn. Die ältesten Teile des Kirchbaus stammen bereits aus dem 11. Jahrhundert. In ihrer heutigen Gestalt entstand die Kirche um 1330, in ihrem Stil markiert sie den Übergang von der Romanik zur Gotik. Der Bau ist einschiffig mit seitlichen Anbauten, die wie Seitenschiffe erscheinen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Kircheninnere erheblich umgestaltet. Die letzte Renovierung fand um 2000 statt.

Orgel

Der erste Orgelneubau, von dem wir in Helden wissen, datiert auf das Jahr 1841: ein Werk von Christian Roetzel (Alpe). Dieses Instrument wurde 1897 durch ein neues ersetzt, das der Fuldaer Orgelbauer Fritz Clewing mit 17 Registern auf 2 Manualen errichtete. Die Orgel wurde 1911/12 von Gebr. Stockmann (Werl) auf 23 Register vergrößert (pneumatische Trakturen). In ihrer heutigen Form geht die Orgel auf das Jahr 1976 zurück, als Orgelbau Stockmann einen kompletten Neubau unter Verwendung des alten Pfeifenmaterials und der alten Windladen durchführte.

Die Orgel hängt in einem offenen Gehäuse über der Empore im Westwerk. Der Spieltisch steht frei davor auf der Empore. Im Spieltisch sind die Registerwippen in einer Reihe über dem Obermanual angelegt. Darüber befinden sich die Hebelchen für die Freien Kombinationen. Die Hebelchen für die Freie Pedalkombination und die Einzelabsteller befinden sich links und rechts daneben. Die Spielhilfen sind mit den Druckknöpfen unter dem ersten Manual oder als Fußpistons zu bedienen. Die freie Pedalkombination wird über Schalter an den linken Klaviaturbacken geschaltet.

Im Gesamtklangbild der Orgel fällt der starke Unterschied zwischen den grundtönigen „romantischen“ Registern und den hochliegenden Stimmen von 1976 auf, wodurch die Orgel im Tutti etwas aggressiv wirkt, aber dennoch schöne Einzelstimmen aufweist. Die Intonation spricht deutlich die Sprache von 1976.

Die Windladen sind pneumatisch gesteuert, wohingegen die Verbindung zwischen Spielisch und Orgel ausschließlich elektrisch ist.

Disposition

I. Hauptwerk                      C – f³

II. Nebenwerk                  C – f³

Pedal                                      C – d¹

6 Prinzipal                                    8’

7 Hohlflöte                                  8’

8 Oktave                                        4’

9 Rohrflöte                                  4’

10 Fugara                                      2’

11 Mixtur 4f.                        11/3

12 Trompete                              8’

13 MK II-I

16 Gedackt                                 8’

17 Salizional                              8’

18 Traversflöte                        4’

19 Prinzipal                                2’

20 Quinte                              11/3

21 Sesquialtera 2-3f.  [22/3’]

22 Rohrschalmey                   8’

23 Tremolo

1 Subbaß                                    16’

2 Oktavbaß                                  8’

3 Pommer                                    8’

4 Piffaro 2f.                          4’+2’

5 Fagott                                      16’

14 PK I

15 PK II

 

Spielhilfen

Zwei freie Kombinationen mit Auslöser und Tutti

- Handregister, Fr. Komb. I und II, Auslöser, Tutti

Freie Pedalkombination

Einzelabsteller

- Register 4, 5, 11, 12, 21 und 22

© Gabriel Isenberg, 2003

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