Niederscheld

Evangelische Kirche

Hauptstraße • D-35687 Dillenburg

Kirche

Die evangelische Pfarrkirche von Niederscheld (Gemeinde Dillenburg) ist ein kleiner, im Kern mittelalterlicher Saalbau, 1756 abgebrannt und 1762 wieder erneuert. Die Emporen wurden 1802 eingebaut, der Kanzelkorb von 1722 soll aus dem „Alten Haus“ im Donsbachtal (Tiergarten) stammen.

Orgel

Die früheste Nachricht über eine Orgel stammt aus dem Jahr 1837, als 1400 Gulden für eine Orgel ausgegeben wurden. Am 25. Januar 1862 wurde mit dem Orgelbauer Gustav Rassmann der Vertrag zum Neubau der Niederschelder Orgel geschlossen. Die Orgel hatte 13 Register auf einem Manual und Pedal (MAN Bordun 16’, Principal 8’, Salicional 8’, Gedackt 8’, Gambe 8’, Octave 4’, Flöte 4’, Quinte 3’, Octave 2’, Mixtur 2’; PED Subbaß 16’, Violonbaß 8’, Quinte 6’). 1900 wurde die Balganlage erneuert und 1920 wurden die im Ersten Weltkrieg abgelieferten Prospektpfeifen ersetzt.

Die Nachfolgefirma Rassmanns August Hardt & Sohn erweiterte die Orgel 1954 um ein zweites Manual auf 19 Register. 1970 folgte von der gleichen Firma (Günter Hardt) ein grundlegender Umbau, bei dem vor allem das Hauptwerk barock umdisponiert wurde. 1987 wurde die Orgel überholt. Von der Originalsubstanz der Rassmann-Orgel ist nicht mehr viel vorhanden.

Die Orgel steht über Altar und Kanzel. Der Spieltisch ist an der linken Seite angebaut. Die Registerzüge sind in einer Reihe über dem Obermanual angeordnet (nach Anordnung auf der Lade; von links nach rechts: Pedal, Oberwerk, Hauptwerk). Die Koppeln sind über Hakentritte rechts über der Pedalklaviatur zu bedienen. Die Orgel ist nach dem Schleifladensystem erbaut. Die Trakturen sind vollmechanisch.

Disposition

I. Hauptwerk                      C – f³

II. Oberwerk                      C – f³

Pedal                                        C – f¹

Prinzipal                                        8’

Mixtur                                       11/3

Waldflöte                                     2’

Sesquialtera 2f.

Oktave                                            4’

Rohrflöte                                      8’

II / I

Musiziergedackt                      8’

Koppelflöte                                4’

Prinzipal                                       2’

Zimbel [2fach]                          1’

Dulzian                                          8’

Quinte Disk.                         11/3

Subbass                                       16’

Oktavbass                                      8’

Choralbass                           4 + 2’

II / P

I / P

© Gabriel Isenberg, 2003 / 2004

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