Leer-Loga

Orgelbauwerkstatt Jürgen Ahrend

Mühlenweg • D-26789 Leer (Ostfriesland)

Werkstatt

Der Firmengründer Jürgen Ahrend wurde 1930 geboren und erlernte das Orgelbauhandwerk bei Paul Ott in Göttingen. Im Jahre 1954 gründete er zusammen mit Gerhard Brunzema im ostfriesischen Leer-Loga die Orgelbauwerkstatt Ahrend und Brunzema. Brunzema siedelte 1971 nach Kanada um. Seitdem führt Jürgen Ahrend die Werkstatt, die sich durch herausragende Restaurierungen an historischen Orgeln in Norddeutschland einen weltweit hervorragenden Ruf erworben hat. Vor allem um den Erhalt der Werke des norddeutschen Barockmeisters Arp Schnitger hat sich Ahrend verdient gemacht. Seit 1998 ist Jürgen Ahrends Sohn Hendrik mit an dem Betrieb beteiligt, 2005 wurde er komlett an ihn übergeben. Das Werkstattgebäude am Logaer Mühlenweg entstand im Jahr 1958.

Orgel

Als Orgelbaumeister Hendrik Ahrend den Auftrag bekam, für die Kirche San Salcador in Venedig die ehemals vorhandene Renaissance-Orgel zu rekonstruieren, war noch nicht entschieden, ob der rekonstruktive Neubau in das vorhandene Gehäuse von 1530 gesetzt werden dürfe, oder ob aus denkmalpflegerischen Gründen auch ein neues Gehäuse gefertigt werden müsse. Das neue, im Laufe des Jahres 2007 gefertigte Gehäuse wurde schließlich doch nicht benötigt, da das alte Gehäuse in Venedig wiederverwendet werden konnte.

Seitdem steht das Gehäuse mit Windladen, Spielanlage, aber nur mit einem Register versehen in der Werkstatt Ahrend und wartet auf einen Abnehmer, der an geeigneter Stelle einen italienischen Renaissance-Orgel-Nachbau aufstellen möchte.

Bisher ist nur der Prospekt-Prinzipal 8’ als einziges Register eingebaut. Die Spielanlage mit Seiltraktur ist in die Gehäusefront integriert. Das Manual ist mit Subsemitonien ausgestattet: Gis/As, dis/es, gis/as, dis¹/es¹, gis¹/as¹, dis²/es². Auf der rechten Seite neben dem Manual ragen die – bisher unbeschrifteten – messergriffartigen Registerhebel aus dem Orgelgehäuse.

Disposition

I. Manual                 F1G1A1 – c³

Pedal                          F1G1A1 – d0

[Principale                                  8’]

insgesamt 8 Register vorgesehen

angehängt

© Gabriel Isenberg, 2009/2010

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