Orgel: Hemmie Meyer und Hans Kriek (Didam), 1992/93.

Nach der politischen Wende begann man Anfang der 1990er-Jahre mit ersten Sanierungsmaßnahmen der Plagwitzer Heilandskirche. Da die historische » Sauer-Orgel von 1888 auf der Empore schon seit Mitte der 1970er-Jahre nicht mehr spielbar war, beschaffte man durch Vermittlung von Bert Wisgerhof eine kleine mechanische Orgel aus den Niederlanden. Das Instrument wurde 1992/93 durch Hemmie Meyer und Hans Kriek (Didam) unter Verwendung älterer Bestandteile erbaut, die Intonation übernahm Sicco Steendam. Am 2. Juni 1993 fand die Orgelweihe im Rahmen eines Konzerts mit Volker Bräutigam und Bert Wisgerhof statt.
Das Instrument steht ebenerdig an der linken Seite des Kirchenraums. Oberhalb der frontal eingebauten Spielanlage befinden sich das durch Gitterwerk verdeckte Brustwerk und darüber das Hauptwerk. Die Orgel ist ungleichstufig nach Arnolt Schlick (1511) temperiert.
I. HAUPTWERK | C–f³
Prinzipal 8'
Rohrflöte 8'
Oktave 4'
Flöte 4'
Nachthorn 2'
Mixtur 3–5f. [2']
Koppel II–I
II. BRUSTWERK | C–f³
Gedackt 8'
Rohrflöte 4'
Quinte 3'
Prinzipal 2'
Terz 1 3/5' [Disk.]
Regal 8'
Tremulant
PEDAL | C–f¹
Subbass 16'
Koppel II–P
Koppel I–P
Mechanische Schleiflade.
Quellen und Literatur: Eintrag in Piet Brons Organ database [28.05.2024] ⋄ Eigener Befund.
Nr. 663 | Diese Orgel habe ich am 22.05.2024 im Rahmen der VOD-Tagung in Leipzig besucht.
© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 28.05.2024.
www.orgelsammlung.de
© Dr. Gabriel Isenberg, 2023/26
