Orgel: Matthias Kreienbrink (Osnabrück), 1975.

Die 1959/60 von Ludger Sunder-Plaßmann (Münster) erbaute St.-Michael-Kirche im Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück ist ein moderner Bau mit freistehendem, 37 Meter hohem Turm. 2019 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem Gebäude statt. Von 1963 bis 2006 war St. Michael eine eigenständige Pfarrei, heute gehört die Kirche zur fusionierten Pfarrei St. Josef Oldenburg-Bümmerstede.
Anfangs fand in der Kirche eine aus privater Hand gebraucht angekaufte elektropneumatische Kegelladen-Orgel aus der Werkstatt Paul Sattel (Hochspeyer) Verwendung; diese Orgel hatte vier Manual- und ein Pedalregister sowie eine Oktavkoppel im Manual.
Die heutige Orgel wurde 1975 angeschafft: ein Werk derOrgelbaufirma Matthias Kreienbrink in Osnabrück. Sie steht im rechten Querschiff, nur wenige Stufen erhöht. 1993 erfolgte eine Reinigung und Generalüberholung durch die Erbauerfirma. Später war die Orgel bei Martin Cladders (Badbergen) in Pflege. Die Intonation ist (für den großen Raum) recht kräftig ausgeführt, die Hohlflöte 8' im Hauptwerk hat eher prinzipalischen Charakter.
I. MANUAL | C–g³
Hohlflöte 8'
Prinzipal 4'
Waldflöte 2'
Sesquialter 2f.
Mixtur 4f.
Tremulant
Koppel II–I
II. MANUAL | C–g³
Gedackt 8'
Blockflöte 4'
Prinzipal 2'
Quinte 1 1/3'
Zimbel 2f. 1/2'
Tremulant
PEDAL | C–f¹
Subbaß 16'
Offenbaß 8'
Choralbaß 4'
Koppel II–P
Koppel I–P
Mechanische Schleiflade.
Quellen und Literatur: Fritz Schild, Orgelatlas der historischen und modernen Orgeln im Gebiet der Kath. Kirche im Oldenburger Land, 2011 (unveröff.), Nr. 130 ⋄ Eigener Befund.
Nr. 565 | Diese Orgel habe ich am 02.02.2021 in meiner Funktion als Orgelsachverständiger besucht.
© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 15.01.2026.
www.orgelsammlung.de
© Dr. Gabriel Isenberg, 2023/26
