Orgel: Alfred Führer (Wilhelmshaven), 1964.

Die alte Stapelfelder Fachwerk-Kapelle wurde 1946 zu einer Notkirche erweitert. 1952/54 entstand die heutige Heilig-Kreuz-Kirche nach Plänen von Ludger Sunder-Plaßmann aus Cloppenburg. Wenige Jahre später wurde nebenan die religiöse Bildungsstätte Christ-Königs-Haus eingerichtet, die bis heute als Katholische Akademie Stapelfeld des Bischöflich Münsterschen Offizialats Vechta besteht. In den 1970er-Jahren wurde die Kirche im Sinne der erneuerten Liturgie des Zweiten Vatikanums umgestaltet.
Die Stapelfelder Orgel ist ein Instrument von Orgelbau Alfred Führer (Wilhelmshaven) aus dem Jahr 1964. Die zweimanualige, vollmechanische Schleifladenorgel steht auf der Empore und ist in zwei Gehäuseteile aufgeteilt: In der Brüstung das Rückpositiv und im Turmbereich das Hauptgehäuse mit Hauptwerk und Pedal (Seitenfelder). Die Spielanlage ist frontal in den Orgelfuß eingebaut. Zu beiden Seiten befinden sich untereinander die Registerzüge: links für das Rückpositiv, rechts für das Hauptwerk, jeweils zu unterst Züge für die Pedalregister. Die Koppeln werden über Hakentritte mit den Füßen bedient.
Die Intonation der Orgel ist recht kräftig.
Mehrfach fanden in den vergangenen Jahrzehnten Reinigungen und Generalüberholungen statt: 1977, 1994 und 2003 durch die Erbauerfirma sowie 2012 und 2021 durch den Ostfriesischen Orgelservice (Wiesmoor).
I. RÜCKPOSITIV | C–g³
Rohrgedackt 8'
Blockflöte 4'
Prinzipal 2'
Quinte 1 1/3'
Kornett 4f.
Zimbel 3f.
Tremulant
II. HAUPTWERK | C–g³
Bleigedackt 8'
Prinzipal 4'
Nasat 2 2/3'
Flachflöte 2'
Mixtur 4f.
Oboe 8'
Koppel I–II
PEDAL | C–f¹
Subbaß 16'
Offenbaß 8'
Quintade 4'
Trompete 8'
Koppel II–P
Koppel I–P
Mechanische Schleifladde.
Quellen und Literatur: Orgelsachverständigen-Unterlagen des BMO Vechta ⋄ Eigener Befund.
Nr. 369 | Diese Orgel habe ich zum ersten Mal am 17.04.2010 gespielt.
© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 30.01.2026.
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© Dr. Gabriel Isenberg, 2023/26
