Orgel: Hans Peter Mebold (Siegen), 2005.

Die 1947 gegründete Kantorei Siegen hat ihren Sitz in der evangelischen Nikolaikirche im Herzen der Stadt Siegen. 2005 konnte die Kantorei eine eigene Truhenorgel anschaffen, die in einem kleinen Konzert am 24. April 2005 eingeweiht wurde. Erbaut wurde sie in der Orgelbauwerkstatt Mebold in Siegen.
Das Instrument hat vier Register. Die größten Pfeifen des hölzernen Gedackt 8’ bilden die Rückwand des Orgelgehäuses. Das Vierfußregister ist ebenfalls aus Holz gebaut und in den oberen beiden
Oktaven (ab fis²) offen. Vom Prinzipal 2’ sind die untersten Töne (bis E) aus Holz gedeckt, ab F sind die Pfeifen aus Metall. Als Besonderheit besitzt die Orgel das „Krönchen“, ein repetierendes
helles Zimbelregister als Hommage an das echte „Krönchen“ auf dem Turm der Nikolaikirche – ein Geschenk der Orgelbauwerkstatt an die Gemeinde.
Die Orgel besteht aus zwei voneinander trennbaren Teilen: dem Untergehäuse mit der Gebläseanlage und dem Hauptgehäuse, an dessen Oberseite das Manual eingebaut ist. Zum Zusammenspiel mit
Instrumenten in historischer Stimmug ist die Klaviatur über der Stechermechanik versetzbar, sodass in den Stimmtonhöhen 415, 440 und 465 Hz gespielt werden kann. Die Register werden über vier
Schieber an der linken Gehäuseoberseite eingeschaltet. Die Gehäusefront wird geschmückt durch das Emblem der Kantorei Siegen als Schnitzwerk auf rotem Tuch.
Eingesetzt wird die Orgel mit ihrer vielseitigen und ausgewogenen Intonation sowohl als Begleitinstrument bei Orchesterkonzerten als auch solistisch.
MANUAL | C–f³
Gedackt 8'
Flöte 4' (gedeckt, ab fis² offen)
Oktave 2' (HH–E Holz gedeckt, ab F Metall)
Krönchen 1/4' (repetierende Zimbel)
Transponiervorrichtung: 415, 440, 465 Hz.
Mechanische Schleiflade.
Quellen und Literatur: Kantorei Siegen ⋄ Eigener Befund.
Nr. 231 | Diese Orgel habe ich zum ersten Mal am 20.02.2005 in der Orgelbauwerkstatt Mebold gespielt; beim Einweihungskonzert am 24.04.2005 durfte ich mitwirken.
© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 26.01.2026.
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