Neuenkirchen-Grapperhausen

Kapelle in der Fachklinik St. Marienstift

Orgel: E. F. Walcker (Ludwigsburg), um 1957.


© Gabrie lIsenberg, 25.03.2011
© Gabrie lIsenberg, 25.03.2011

In der am 11. Juli 1905 in Grapperhausen bei Neuenkirchen im Oldenburger Land eröffneten Lungenheilstätte Marienstift gab es im nördlichen Obergeschoss des Westflügels auch eine kleine Hauskapelle, die bereits 1908 erweitert wurde. 1919 wurde schließlich eine eigenständige hölzerne Kapellenbaracke errichtet. Der heutige schlichte Kapellenanbau stammt aus dem Jahr 1937; das Altarbild schuf der Kirchenmaler Ernst Bahn. Im Jahr 1974 wurde das Marienstift in eine Fachklinik für suchtkranke Männer umgewandelt. In diesem Zuge erfuhr auch der Kapellenbau in den Jahren 1980 und 1987 weitere Umgestaltungen.

Die Einweihung der Orgel in der Kapelle des Marienstifts fand im Advent 1993 statt. Dabei handelt es sich um ein gebraucht angeschafftes Instrument aus der Positiv-Serienbaureihe G der Orgelbaufirma E. F. Walcker (Ludwigsburg). Zuvor stand die Orgel in einer Kirche in Wuppertal und wurde von der Firma Orgelbau Kreienbrink in der Stiftskapelle aufgestellt. Das genaue Baujahr ist nicht überliefert; vermutlich entstand das Instrument um 1957.
Die Orgel befindet sich auf der rechten Seite der Empore. Hinter dem Hauptgehäuse mit den Pfeifen der Manualregister ist ein separater Verschlag für die Pedalpfeifen angeordnet, während der Organist unmittelbar vor dem Instrument sitzt. Die mechanischen Registerzüge sind beidseitig der Spielanlage angebracht; die Koppeln werden über Hakentritte betätigt. Im Prospekt stehen die Pfeifen G bis c¹ sowie d¹ und e¹ des Registers Nachthorn 4’; drei Pfeifen sind stumm. Auf der Windlade sind die Register des zweiten Manuals vorne angeordnet.

I. MANUAL | C–g³

Rohrflöte 8'

Prinzipal 4'

Mixtur 2f. [1']
Koppel II–I

II. MANUAL | C–g³

Gedackt 8'

Nachthorn 4'

Schwiegel 2'

Larigot 1 1/3'

PEDAL | C–f¹

Subbaß 16'

Koppel II–P

Koppel I–P


Mechanische Schleiflade.


Quellen und Literatur: Gabriel Isenberg, Orgellandschaft Dammer Berge, Damme 2011, S. 44 ⋄ Eigener Befund.

Nr. 408 | Diese Orgel habe ich zum ersten Mal am 25.03.2011 gespielt.
© Dr. Gabriel Isenberg | Letzte Änderung: 08.01.2026.